13 Jahre lang haben die Apotheken auf eine Anhebung des Fixums gewartet, jetzt ist es so weit. Was das neue Honorar bringt, hat die Treuhand Hannover berechnet.
Bei einer Anhebung des Fixums von 8,35 auf 9 Euro zum 1. Juli hat die Treuhand einen zusätzlichen Rohertrag von 15.500 Euro je Durchschnittsapotheke im Vergleich zum entsprechenden Halbjahr 2025 errechnet. Anfang 2027 soll das Fixum weiter erhöht werden auf 9,50 Euro. Allerdings soll parallel der Kassenabschlag von 1,77 Euro auf 2,07 Euro angehoben werden. Beide Effekte zusammen führen laut Treuhand zu 44.500 Euro mehr beim Rohertrag der Durchschnittsapotheke.
„Wie stark das auf das Betriebsergebnis durchschlägt, hängt natürlich unter anderem von der Kostenentwicklung ab“, mahnt der Generalbevollmächtigte Dr. Sebastian Schwintek. Er verweist auf den höheren Mindestlohn und gestiegene Tariflöhne, hinzu kämen andere Kostenblöcke und das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG).
Im APOTHEKE LIVE hatte Schwintek die Belastungen bereits berechnet:
Insgesamt sei demnach von einer zusätzlichen Belastung von durchschnittlich fast 14.000 Euro auszugehen.
Etwas Entspannung könnte es auch bei den Betrieben mit angespannter wirtschaftlicher Lage geben: Laut Treuhand-Rechnung könnte der Anteil der defizitären Betriebe von 6,9 auf 3,1 Prozent sinken. Der Anteil der ertragsschwachen Apotheken mit einem Betriebsergebnis unter 100.000 Euro könnte sich von 26 auf 15 Prozent reduzieren.