Lieferengpässe/Kontingentierung

Diese Hersteller nerven am meisten Patrick Hollstein, 13.10.2016 10:03 Uhr

Berlin - Die Liste der Lieferengpässe ist lang – nicht beim BfArM, aber in der Apotheke. Viele Mitarbeiter, die täglich am HV-Tisch stehen und ihren Kunden erklären, warum sie ihnen ihr Präparat nicht geben können, sehen eine stetige Verschlechterung der Situation. Und sie wissen genau, welche Hersteller die größten Defizite haben.

Bei einer Umfrage von APOSCOPE, dem Apothekenpanel von APOTHEKE ADHOC, gaben 94 Prozent der 466 Teilnehmer an, dass es häufiger vorkomme, dass Hersteller aufgrund von Engpässen nicht liefern könnten. 5 Prozent waren unentschieden, 1 Prozent hatte keine Meinung.

Eine Maßnahme gegen Lieferengpässe ist die Kontingentierung von noch im Markt befindlicher Ware. Vor allem die Originalhersteller teilen ihren Kunden bestimmte Mengen zu – allerdings oft nicht, um die Lieferfähigkeit zu verbessern, sondern primär mit dem Ziel, einen Export in andere Märkte zu verhindern. 78 Prozent der APOSCOPE-Umfrage gaben an, dass ihnen so etwas häufiger passiere – bei den Apothekern waren es sogar 88 Prozent.

Dass sich durch den obligatorischen Direktbezug die Einkaufskonditionen verschlechtern, bestätigten 48 Prozent der Befragten und 59 Prozent der Apotheker. Zusätzliche Wartezeiten für die Patienten sehen 75 Prozent der Teilnehmer (86 Prozent der Apotheker).

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