Lieferprobleme

Novaminsulfon: Engpass bis Aufzahlung Patrick Hollstein, 14.07.2016 14:42 Uhr

Berlin - Metamizol gehört neben Levothyroxin zu den Schnelldrehern, die Apotheker regelmäßig zur Verzweiflung treiben, weil sie nicht lieferbar sind. Zuletzt war Platzhirsch Zentiva mit Novaminsulfon Lichtenstein wieder defekt. Apothekern blieb zeitweise nichts anderes übrig, als ihren Kunden Varianten mit Aufzahlung abzugeben.

Unter allen Metamizol-Anbietern hält Zentiva einen Anteil von 80 Prozent; die Sanofi-Tochter ist Rabattpartner bei zahlreichen Krankenkassen. In den vergangenen Tagen sei es zur eingeschränkten Lieferfähigkeit einzelner Handelsformen gekommen, bestätigt eine Konzernsprecherin.

Betroffen gewesen seien die Tropfen, Ursache seien „Kapazitätsengpässe“ gewesen. „Aus diesem Grund haben wir unseren Kunden eine Nichtlieferfähigkeitsbescheinigung zum Download auf unserer Homepage angeboten. Auf Anfrage konnten entsprechende Nachweise auch über unseren Apotheken-Kundenservice ausgegeben werden.“

Aktuell seien alle Handelsformen der Tropfen wieder verfügbar, so die Sprecherin. „Sollte es in der Zukunft erneut zu Lieferengpässen kommen, werden wir unsere Kunden und Vertragspartner entsprechend informieren und die Nichtlieferfähigkeitsbescheinigungen zur Verfügung stellen.“

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