Lieferengpass-Retax

DAK akzeptiert jetzt Großhandelsbelege Alexander Müller, 22.03.2016 10:20 Uhr

Berlin - Die DAK-Gesundheit lenkt ein und will sich sich bei Lieferengpässen kulanter zeigen: Die Kasse akzeptiert ab sofort auch eine Bestätigung des Großhändlers, wenn ein Rabattarzneimittel nicht lieferfähig war. Zumindest hat die DAK dies gegenüber einem Apotheker so erklärt. Bislang hatte die Kasse darauf bestanden, dass ein Ausfall des Herstellers bestätigt wird.

Dr. Heiko Walther, Inhaber der Alten Apotheke im hessischen Otzberg, war von der DAK retaxiert worden, weil er sich nicht an den Rabattvertrag gehalten hatte. Allerdings hatte er auf dem Rezept die Sonder-PZN für Nichtverfügbarkeit vermerkt und auf Nachfrage eine entsprechende Bestätigung seines Großhändlers eingeholt. Als die DAK hart blieb, schrieb Walther an den Verwaltungsratsvorsitzenden der Kasse, Hans Bender.

Nach einem Schriftwechsel erhielt er jetzt eine positive Nachricht der DAK: Man werde das Verfahren bei der Einspruchsbearbeitung von Retaxfällen im Zusammenhang mit der Vorlage einer Lieferunfähigkeitsbescheinigung des Großhändlers oder des Herstellers verändern, heißt es. Konkret: „Für alle Rezeptabrechnungen mit einem Abgabedatum ab 1. Juli 2015 akzeptieren wir die Lieferunfähigkeitsbescheinigung des Großhändlers unabhängig davon, ob die darin enthaltene Formulierung die Lieferunfähigkeit des pharmazeutischen Unternehmens bestätigt oder nicht.“

Die DAK stellt klar, dass sich die Apotheker trotzdem an die Regeln halten müssen. Die Anerkennung gelte nur für Verordnungen mit entsprechender Sonder-PZN, heißt es. „Stehen mehrere Rabattarzneimittel zur Auswahl und sind diese nicht lieferbar, muss die Bescheinigung die Lieferunfähigkeit für alle rabattierten Produkte ausweisen“, so die DAK.

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