Lieferfähigkeit

Großhändler müssen zu Defekten schweigen Lothar Klein, 19.02.2016 09:11 Uhr

Berlin - Ist ein Arzneimittel nicht lieferbar, führt das in der Apotheke häufig zu Problemen bis hin zur Nullretaxation. Schuld daran sind aus Sicht des Großhandels unklare Formulierungen im zwischen dem Deutschen Apotherkverband (DAV) und dem vom GKV-Spitzenverband ausgehandelten Rahmenvertrag. Über die Bestätigung der Nicht-Lieferbarkeit durch den Großhandel werden demnächst der Branchenverband Phagro und der DAV ein Gespräch führen.

Im Großhandel sieht man die Verantwortung für die Probleme im Rahmenvertrag. Leider sei der Großhandel durch den Rahmenvertrag unberechtigt zum Ansprechpartner für die Apotheken bei Nicht-Lieferfähigkeit des Herstellers geworden. Das Grundübel sei, dass der Großhandel im Rahmenvertrag genannt werde, ohne dass mit ihm über Möglichkeiten einer verbindlichen Mitteilung über die Nicht-Lieferfähigkeit in Vorfeld gesprochen worden sei.

In der Tat sieht Paragraf 4 des Rahmenvertrages zwischen dem DAV und dem GKV-Spitzenverband vor, dass die Apotheke die Nicht-Lieferfähigkeit eines Arzneimittels durch die Vorlage einer Erklärung des Arzneimittelherstellers oder des Großhändlers nachweisen muss. Im „oder“ liegt aus Sicht des Großhandels das Problem.

Denn tatsächlich könne nur der Hersteller die Nicht-Lieferfähigeit bezeugen. Dem Großhandel sei die Nicht-Belieferung oftmals nicht bekannt. Also könne er auch gar nichts nachweisen und erst recht nichts bestätigen – eine Mission Impossible. Eine Nicht-Belieferung eines Großhändlers bedeute zudem aus rechtlicher Sicht noch keine generelle Nicht-Verfügbarkeit eines bestimmten Arzneimittels.

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