Der verbotene Freund des Apothekers

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Berlin - Dr. Wuschel geht in Rente. Jahrelang wachte der kleine Hund vor der Dom-Apotheke in Worms, die Ende September 2015 ihre Türen schloss. Der Coton de Tuléar hat schon als Welpe gelernt, wo sein Platz ist: auf der Fußmatte vor der Apotheke. Denn in der Offizin haben Vierbeiner nichts verloren. – Archivbeitrag vom 18. September 2015

Die Deutschen lieben Haustiere. Mehr als 30 Millionen gibt es davon, in jedem dritten Haushalt lebt eines. Statistisch haben damit auch rund 6100 Apothekenleiter einen Hund, eine Katze oder einen Vogel. Und einige davon nehmen ihren besten Freund mit in die Apotheke. Doch wenn der Pharmazierat kommt, sollten Vierbeiner besser schnell verschwinden.

Eine klare Bestimmung, dass Tiere in der Apotheke verboten sind, gibt es nicht. Es lässt sich aber aus der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) ableiten. Demnach muss die Apotheke in „einwandfreiem hygienischen Zustand“ gehalten werden. Für Betriebsräume, die zur Arzneimittelherstellung genutzt werden, müssen sogar spezielle Hygienemaßnahmen getroffen werden. Diese sind in einem Hygieneplan festzulegen, ihre Durchführung ist regelmäßig zu dokumentieren.

Das alles ist mit Hunde- und Katzenhaaren nur schwer zu vereinbaren. „Das Halten von Hunden in der Apotheke würden wir beanstanden“, sagt ein Pharmazierat aus Niedersachsen. Gemeint ist, dass sich ein Tier täglich in der Apotheke aufhält – das Büro des Chefs eingeschlossen. Auch eine Katze, die selbstständig immer wieder die Apothekenräume aufsucht, ist unzulässig.
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