Köln

CSD: Apotheker solidarisch mit HIV-Positiven Torsten Bless, 08.07.2017 08:23 Uhr

Berlin - Jahr für Jahr gehen beim Kölner Christopher Street Day (CSD) auch HIV-Infizierte für mehr Sichtbarkeit und gegen Ausgrenzung auf die Demostrecke. Erkennbar sind sie am markanten orangefarbenen T-Shirt. Auch Dirk Vongehr, Betreiber der Paradies-Apotheke, ist mit voller Begeisterung dabei.

Seit 15 Jahren gibt es „Posithiv Handeln“ bereits. Nach eigener Darstellung ist der Verbund die „größte positive Selbsthilfebewegung in Deutschland“. „Wir wollen als HIV-Positive für uns und andere Positive in NRW etwas bewegen“, so ein Sprecher. Anlass, nach außen zu gehen, war der Prozess um Nadja Benaissa. Die Ex-Sängerin der No Angels wurde 2007 beschuldigt, einen Liebhaber nicht vor ihrer HIV-Infektion gewarnt zu haben. „Wir waren wütend, dass HIV-Positive in die kriminelle Ecke gedrängt wurden, und gingen damals erstmals zum CSD auf die Straße.“ Seitdem sind die Aktiven mit ihren markanten orangefarbenen T-Shirts auf vielen CSDs und Events präsent. Schon seit vielen Jahren engagiert sich Dirk Vongehr privat für die Rechte von Lesben, Schwulen, Transgendern und HIV-Positiven. Zu „Posithiv Handeln“ fand er 2014. „Jedes Jahr zum CSD machen die Aktiven eine neue Aktion. Vor drei Jahren hatten sie orangefarbene Visitenkarten mit dem Motto ‚Mut gehört dazu‘ dabei, mit denen sich die Menschen, darunter auch einige Promis, fotografieren lassen konnten. Ich nahm die Karte mit für ein Selfie im Stadion des 1. FC Köln.“ Vongehr informierte sich eingehender über die Arbeit der positiven Selbsthilfe in NRW. Und beschloss, sich den Aktionen anschließen. Dank der zur Welt-Aids-Konferenz 1997 in Vancouver vorgestellten Kombinationstherapien hat sich die Situation für HIV-Positive grundlegend geändert und mit ihr die Arbeit der Aidshilfen und -organisationen. „Bis vor 20 Jahren ging es noch darum, den Betroffenen die letzten Jahre noch so erträglich wie möglich zu machen“, hat Vongehr beobachtet. „Doch mittlerweile kann man mit einer HIV-Infektion ein normales Leben führen und auch arbeiten gehen.“

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