China

Mehr HIV-Fälle durch mangelnde Aufklärung dpa, 30.11.2016 12:05 Uhr

Peking - In Pekings Ausgehviertel Sanlitun weht in einer Seitenstraße eine Flagge im Winterwind: Regenbogenfarben. Das Symbol für Homo-, Bisexuelle und Transgender. In China ist die schüchterne gesellschaftliche Öffnung hin zu mehr sexueller Vielfalt zwar sichtbar – die jungen Menschen seien aber immer noch zu wenig über die Gefahren aufgeklärt, kritisieren chinesische Organisationen und die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Eine der Folgen: Die Zahl der HIV-Infektionen bei jungen Männern steigt rasant.

In Chinas Großstädten sind etwa zehn Prozent der Männer, die homosexuellen Kontakt haben, mit dem HI-Virus infiziert, schätzt der WHO-Vertreter in China, Bernhard Schwartländer. 2015 lag diese Zahl nach Angaben der Organisation noch bei rund acht Prozent. „Wir sehen hier die Öffnung der Gesellschaft einerseits, was sehr gut ist“, sagt Schwartländer. „Aber die neuen Möglichkeiten sind nicht im Einklang mit der Aufklärung.“ Das bereite ihm große Sorgen.

Die Zahl der Männer, die Sex mit anderen Männern haben, werde weiter steigen. Und damit potenziell auch die Zahl der Infektionen. Von den landesweit im vergangenen Jahr rund 76 500 registrierten neuen Fällen sind etwa 70 Prozent Männer. In den Städten seien sogar rund 90 Prozent der Betroffenen männlich, sagt Schwartländer. Zur steigenden Zahl trage natürlich auch bei, dass heutzutage mehr Menschen überhaupt auf das Virus getestet werden.

Zum Vergleich: In Deutschland gab es Ende 2015 nach Zahlen des Robert Koch-Instituts insgesamt 10.500 Infizierte durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr. Dem gegenüber standen demnach 53.800 infizierte homosexuelle Männer.

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