Aids-Kampagne

„Liebesleben“: Comics gegen HIV APOTHEKE ADHOC, 23.05.2017 14:12 Uhr

Berlin - 91 Prozent der über 16-Jährigen mit mehr als einem Sexualpartner in den letzten 12 Monaten geben an, immer, häufig oder gelegentlich Kondome zu benutzen. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Repräsentativbefragung „AIDS im öffentlichen Bewusstsein“, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in regelmäßigen Abständen durchführt. Um das Schutzverhalten auf einem hohen Niveau zu halten, will die BZgA ab sofort mit neuen Motiven der Präventionskampagne „Liebesleben“ dazu motivieren, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu nutzen.

Als die BZgA vor fast 30 Jahrzehnten im Jahr 1988 begonnen hat, Menschen zu ihrem Verhütungsverhalten zu befragen, gaben noch 54 Prozent an, immer, häufig oder gelegentlich Kondome zu benutzen. Im Jahr 2000 lag der Wert bei 79 Prozent. Da Kondome nach wie vor der beste Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) seien, sei die Aufforderung, Kondome zu nutzen, eine der zentralen Botschaften der neuen HIV/STI-Präventionskampagne der BZgA namens „Liebesleben“.

Nun hat die Präventionsbehörde neue Plakat- und Anzeigenmotiven veröffentlicht. Die Comic-Motive sollen die bunte Vielfalt von Sexualität widerspiegeln. Sie zielen auch darauf, ohne erhobenen Zeigefinger die Ansteckungsgefahr mit HIV, Syphilis und anderen Geschlechtskrankheiten im Bewusstsein zu halten. Darüber hinaus sollen Menschen dazu motiviert werden, bei Symptomen einer sexuell übertragbaren Erkrankung zum Arzt zu gehen. Denn selbst wenn sich Menschen Gedanken machen, ob sie sich mit einer STI angesteckt haben könnten, gehen viele nach Angaben der BZgA nicht zum Arzt. So hätten von den 40 Prozent der Menschen mit mehreren Sexualpartnern, die überlegten, ob sie sich angesteckt haben könnten, nur etwa 58 Prozent einen Arzt aufgesucht.

„Die Ergebnisse unserer repräsentativen Untersuchung zeigen, dass Menschen ermutigt werden müssen, über eine mögliche sexuell übertragbare Infektion mit ihrem Arzt zu sprechen“, teilte Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, mit. „STI bergen Risiken“, warnte sie. So könne beispielsweise eine unbehandelte Chlamydien-Infektion zu Unfruchtbarkeit führen.
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