Geschlechtskrankheiten

Syphilis-Warnung per SMS dpa, 30.08.2017 12:21 Uhr

Berlin/Bochum - Geschlechtskrankheiten in Deutschland nehmen zu, vermuten Experten. Doch weil Betroffene nicht darüber sprechen mögen, sind immer neue Infektionen schwer zu vermeiden. Das soll sich ändern.

Die Warnung kommt anonym per SMS oder E-Mail. „Ein/e Freund_in von Ihnen hat eine Syphilisinfektion und möchte, dass Sie sich testen und behandeln lassen.“ Es folgen eine Telefonnummer und der Hinweis „Vertraulich“. Solche kurzen Botschaften an bisherige Sex-Partner können Patienten des Zentrums für sexuelle Gesundheit und Medizin „Walk in Ruhr“ in Bochum seit diesem Sommer absetzen. Auf einer Webseite haben sie dafür unterschiedliche Formulierungen zur Auswahl. Wenn gewünscht, kann man Empfänger auch nur vage auf ein „mögliches Gesundheitsrisiko“ hinweisen.
Das Angebot zeigt: Auch in Zeiten, in denen Sex medial dauerpräsent ist, bleiben sexuell übertragbare Infektionen (STI) mit einem Stigma verbunden. Viele Betroffene trauten sich nicht, über ihre Beschwerden zu sprechen, sagt der Leiter des Zentrums, Professor Dr. Norbert Brockmeyer. Entsprechend wird in Deutschland seit wenigen Jahren wieder vor einer Zunahme von Erkrankungen gewarnt, die man teils schon überwunden glaubte. Dazu gehören Syphilis und Tripper (Gonorrhoe). Bei Syphilis steigen die Fallzahlen seit 2010 wieder deutlich an, insbesondere in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln oder München und vor allem bei Schwulen.
Bei Tripper meldet zwar nur noch Sachsen Fallzahlen. „Da sieht man, dass die Zahlen schon nach oben schießen, ungebrochen, seit Jahren“, sagt Dr. Viviane Bremer, Expertin für sexuell übertragbare Infektionen am Berliner Robert Koch-Institut (RKI), im Vorfeld des Welttags Sexuelle Gesundheit am 4. September. „In ganz Westeuropa ist die Tendenz ähnlich, dass sexuell übertragbare Infektionen wieder eher zunehmen.“ Es mangele am Bewusstsein dafür in der Bevölkerung und insbesondere der Risikogruppe der unter 25-Jährigen, mit Ausnahme von HIV

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Übernahme

Bitterstern: Von Laetitia zu Dr. C. Soldan»

Generikahersteller

Zentiva: OTC-Offensive mit Paraceta»

Drogerieketten

dm: Express-Abholung ohne Apothekenkosmetik»
Politik

Bayern

Ärztetag warnt vor Missbrauch der „Ressource Arzt“»

Schätzerkreis

Krankenkassenbeitrag könnte 2020 leicht steigen»

Deutsches Gesundheitssystem

Spahn/von der Leyen: Staatliche Datensammlung angestrebt»
Internationales

Risperdal

Milliarden-Urteil gegen Johnson & Johnson»

USA

Mehr Tote und Verletzte durch E-Zigaretten»

Insolvenzverfahren

Klage gegen Millionen-Boni von Purdue»
Pharmazie

Todesfälle in Köln

Glukose vs. Lidocain: Verwechslung ausgeschlossen?»

Ophthalmika

Santen: N1-Packungen für den Therapiebeginn»

Nicht-dystrophe Myotonie

Namuscla statt Off-Label»
Panorama

Bundesweiter Rezeptbetrug

80.000 Euro Schaden: Apothekerpaar angeklagt»

Ab nach Peru

Apothekerin tauscht Filialleitung gegen Ehrenamt»

„Feiges Attentat“

Buttersäureangriff auf Arztpraxis»
Apothekenpraxis

eRezept & Co.

„Die Kunden werden nicht auf Apotheken warten“»

Personalisierte Medizin

3D-Druck: Apothekenrezeptur 2.0 – wie lange noch?»

Apotheke der Zukunft

Dienstleistungen: „Es wäre schlimm, wenn der Nutzen gering ist“»
PTA Live

Urlaub 2020

Die lukrativsten Brückentage»

PTA-Reform

Bundesrat streicht PTA-Aufsicht»

Keine Angst vor Notfallkontrazeptiva!

Pille danach: Beratung nicht „unnötig verkomplizieren“»
Erkältungs-Tipps

Heilpflanzenportrait

Salbei – Heilung aus dem Mittelalter»

Phytotherapie

Schleimstoffe: Balsam für den Hals»

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»
Magen-Darm & Co.

Dyspeptische Beschwerden 

Abwarten und Tee trinken»

Magen-Darm-Infektionen

Hygiene und Vorbeugung»

Superfood

Goldene Milch: Wundermittel oder Hype? »
Kinderwunsch & Stillzeit

Bewegen, bewegen, bewegen

Fit durch die Schwangerschaft»

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft? »

Supplemente in der Schwangerschaft

Folat, Jod & Co.»