Apotheke wirbt mit HIV-Quiz

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Berlin - HIV und Aids sind noch immer Tabuthemen. Mittlerweile haben sich jedoch einige Apotheken die Kompetenz in diesen Bereichen auf die Fahne geschrieben. So auch die Albert Schweitzer Apotheke in Düsseldorf: Neben Beratung zählt auch die Aufklärung zur Arbeit von Apothekerin Jasmin Rademacher und ihrem Team. Mit speziellen Aktionen möchten sie das Umfeld sensibilisieren.

Drei Apotheken zählen mittlerweile zum Filialverbund. Aufgrund des starken Wachstums haben sich die Mitarbeiter vor kurzem überlegt, ein internes „Kompetenzteam“ zu gründen: „Aus den drei Apotheken sollen jeweils ein bis zwei Mitarbeiter Teil dieses Teams werden“, erklärt Rademacher, die derzeit die Organisation übernimmt. Fit in der HIV-Beratung seien jedoch alle Mitarbeiter. Durch die Gründung des Kompetenzteams könnten neue Mitarbeiter schneller im Bereich Aids und HIV geschult werden: So wurde zum Beispiel eine Basisschulung entwickelt, die über die wichtigsten Inhalte aufklärt.

Seit 20 Jahren hat sich die Albert Schweitzer Apotheke den Schwerpunkt HIV und Aids gesetzt: Daher ist sie in der „DAHKA“, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft HIV- und Hepatitis-kompetenter Apotheken, gelistet. „Das ist ein guter Baustein“, erklärt Rademacher, „Vorteile als DAHKA-Mitglied sind eine gegenseitige Unterstützung und der mögliche Austausch in Fachfragen.“ Außerdem erhält die Apotheke regelmäßig E-Mails, wenn es Neuerungen in diesen Bereichen gibt. Wenn ein Patient medikamentös umgestellt wird und ein Arzneimittel in der Apotheke nicht mehr benötigt wird, besteht durch ein Forum außerdem die Möglichkeit, es an andere Apotheken zu vermitteln, ohne finanzielle Verluste zu haben. Um bei der DAHKA gelistet zu werden, kann man als Apotheke online einen Aufnahmeantrag stellen. Dabei wird abgefragt, ob die Apotheke mindestens 40 betroffene Patienten betreut und ob ein QMS und eine Ernährungsberatung vorhanden sind.

Die Mitarbeiter der Albert Schweitzer Apotheke nehmen regelmäßig deutschlandweit an Fortbildungen zum Thema Aids und HIV teil. Weiterbildungen gibt es außerdem in Form von Qualitätszirkeln des Gesundheitsamtes Düsseldorf: Das sind Treffen, an denen Ärzte aus Schwerpunktpraxen, Mitarbeiter der Aidshilfe, Apotheken und andere Interessierte teilnehmen können. Neben aktuellen Therapieoptionen werden dort auch Fallbeispiele vorgestellt und es besteht die Möglichkeit zum Austausch. Die HIV-Beratung ist ein besonderes Beratungsfeld: „Es gibt schon alle paar Monate etwas Neues“, sagt Rademacher. Viele der Kunden riefen sogar an und würden fragen, wann denn die neuen Therapieoptionen endlich kommen. „Die sind zum Teil schon sehr informiert und up to date“, erklärt die Apothekerin.

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