Nahrungsergänzungsmittel

BfR: Supplementation meist überflüssig Nadine Tröbitscher, 31.01.2017 12:46 Uhr

Berlin - Der Alltag zwischen Arbeit und Familie verlangt dem Körper viel ab. Um leistungsfähig, fit und gesund zu bleiben, greifen viele Deutsche zu Nahrungsergänzungsmitteln (NEM). Der Trend wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kritisch betrachtet: Ein von vielen Menschen befürchteter Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen ist aus Sicht der Behörde unberechtigt. NEM seien oft überflüssig. Ausnahmen gebe es nur wenige.

Das BfR nutzte am vergangenen Donnerstag im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin die Chance, Verbraucher eine differenzierte Sichtweise zu NEM zu vermitteln. Nutzen und mögliche Risiken der Präparate wurden in dem Forum: „NEM – Ein Trend ohne Risiko?“ diskutiert. Es ging um die Kontrolle der Präparate, die gesundheitliche Risikobewertung der Inhaltsstoffe und die Erwartungshaltung bei den Verbrauchern.

BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andres Hensel vertrat einen klaren Standpunkt: „Bei einer abwechslungsreichen Ernährung erhält der Körper in der Regel alle Nährstoffe, die er braucht. Es gibt nur wenige Ausnahmen: beispielsweise Folsäure für Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere.“

Verbraucher sollen für einen achtsamen Umgang mit NEM sensibilisiert werden, denn der unkontrollierte Konsum sei mit gesundheitlichen Risiken verbunden. „Das Wissen ist für die Risikokommunikation wichtig, denn eine zu hohe Dosis an Vitaminen und Mineralstoffen kann in einigen Fällen der Gesundheit schaden“, sagte Hensel.

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