Nahrungsergänzungsmittel

Knappschaft: Schwangeren fehlt Folsäure APOTHEKE ADHOC, 12.04.2018 11:25 Uhr

Berlin - Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, ist mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt. Supplemente sind somit überflüssig. So lautet die Expertenmeinung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Für Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere oder Stillende gelten jedoch andere Höchstmengenvorschläge. So auch für Folsäure.

Die Knappschaft bezieht sich in ihrer Meldung „Folat: Deutsche gut versorgt, aber Mangel bei Schwangeren“ auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Serumfolatwerte von etwa 7000 Personen, darunter mehr als 3600 Frauen, im Alter zwischen 18 und 79 Jahren wurden ermittelt. Laut Studie sind etwa 86 Prozent der Deutschen ausreichend mit Vitamin B9 versorgt. Folatreiche Lebensmittel sind beispielsweise Vollkornmehl, Kartoffeln, Gurken und grünes Blattgemüse.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Schwangeren jedoch eine höhere Folatkonzentration, da diese einen erhöhten Bedarf haben. Auch das BfR spricht Frauen mit Kinderwunsch und im ersten Trimenon einen Mehrbedarf von 400 µg zu, der mit synthetisch hergestellten Präparaten zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung gedeckt werden kann. Supplemente sollten bereits vier Wochen vor Schwangerschaftsbeginn eingenommen werden.

Etwa 95 Prozent der Frauen konnten die empfohlenen Werte jedoch nicht erreichen. „Daher ist die zusätzliche Aufnahme von Folsäure während der Schwangerschaft essenziell“, teilt die Knappschaft mit. Ein Mangel an Folsäure könne sich negativ auf die Gesundheit von Mutter und Baby auswirken. Folsäure ist maßgeblich an der Entwicklung des Nervensystems beteiligt. Die Bildung des Neuralrohrs und die Entwicklung des ZNS setzen bereits drei Wochen nach der Empfängnis ein. Die Einnahme von ausreichend Folsäure kann Neuralrohrdefekten vorbeugen und das Risiko um 20 bis 60 Prozent senken.

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