Apothekenqualität ist „sicher nicht schlecht“

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Berlin - Wo kauft der Kunde am besten Nahrungsergänzungsmittel? In der Apotheke oder beim Discounter? Professor Dr. Stefan Laufer von der Universität Tübingen rät von Billigmärkten ab: „Sicher nicht schlecht“ sei die Qualität nur in der Apotheke, weil die Präparate „garantiert geprüft“ seien, sagte der Apotheker gegenüber der Südwest Presse.

Kunden könnten Laufer zufolge außerhalb der Offizin durchaus auf gute Produkte stoßen: Die pharmazeutische Qualität von Discounter- und Apothekenpräparaten „kann gleich sein“, sagte er in dem Beitrag. Allerdings: Vor allem beim Vertriebsweg verweist er auf Probleme: Die Tabletten aus dem Discounter könnten demnach falsch gelagert worden sein: beispielsweise in Transportern, die lange in der Sonne gestanden haben.

Der Vertriebsweg bei den Präparaten aus der Apotheke sei dagegen „sicherer, standardisierter und kontrollierter“, so der Professor für pharmazeutische Chemie. Laufer rät allgemein von Vitamintabletten eher ab: Sie seien kein Ersatz für eine vitaminreiche Ernährung. Man sollte sie „nicht als Alibi sehen, auf Obst und Gemüse zu verzichten“. Denn darin seien auch andere Stoffe wie Mineralien und Ballaststoffe enthalten.

Die Präparate seien dagegen für Menschen geeignet, die einen erhöhten Bedarf hätten. Bei Kinderwunsch etwa werde Folsäure verabreicht, bei Veganismus Vitamin B12, bei Tumorerkrankungen Vitamin D3. Zudem sei ein Zusammenhang zwischen Vitaminmangel und Erkrankung sei gegeben. Die Krankheit Skorbut etwa sei auf einen Mangel an Vitamin C zurückzuführen.

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