Nahrungsergänzungsmittel

Vitamine für alle? Dr. Kerstin Neumann, 07.12.2015 13:53 Uhr

Berlin - In der Winterzeit soll das Immunsystem gestärkt werden, im Alter brauchen die Knochen Unterstützung. Sportler wollen fitter werden und Mütter ihren Kindern eine Extraportion Vitamine verabreichen. Nahrungsergänzungsmittel sind beliebt und ein wichtiger Teil des Apothekengeschäftes. Nicht alles ist dabei aber sinnvoll. Um adäquat beraten zu können, sollte man wissen, für wen Vitamine & Co. wirklich geeignet sind.

Nach aktuellen Zahlen nehmen mehr als 25 Prozent der Deutschen Nahrungsergänzungsmittel ein, Frauen noch häufiger als Männer. Die Spannbreite reicht dabei von einzelnen Vitaminen oder Mineralstoffen bis hin zu genau abgestimmten Kombinationen, die für die Unterstützung verschiedenster Körperfunktionen angewendet werden. Je älter die Kunden sind, desto mehr Supplemente werden eingenommen. Menschen mit höherem Bildungsniveau gehen dabei häufiger in die Apotheke.

Besonders Vitamine werden gern zusätzlich gekauft. Was viele Kunden nicht wissen: Wer sich ausgewogen und gesund ernährt, braucht eigentlich keine Ergänzung. Der Grundsatz für die Ernährung sollte sein: nicht zu süß, nicht zu viel, nicht zu fett. Mit der täglichen Portion Obst und Gemüse sind gerade die Vitaminspeicher gut gefüllt – und mehr geht dann auch nicht: Nicht benötigte Vitamine scheidet der Körper ungenutzt wieder aus. Eine Ausnahme bilden nur die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K: Da kann es sogar zu viel des Guten sein, wenn die Vitamine über einen längeren Zeitraum in großen Mengen eingenommen werden.

Für bestimmte Patientengruppen sind zusätzliche Nährstoffe wichtig und sinnvoll. In der Apotheke sind das besonders Menschen über 60 Jahre. Ab diesem Alter verlieren die Verdauungsenzyme ihre Aktivität, sodass auch gesundes, ausgewogenes Essen nicht immer optimal verwertet werden kann. Besonders allein lebende Senioren achten weniger auf die Zusammensetzung ihres Essens: Kochen wird anstrengender, ein Brötchen und eine Tasse Kaffee tun es doch auch, so die Meinung. Langfristig bedeutet das aber einen Mangel an wichtigen Vitalstoffen, der dringend mit Nahrungsergänzungsmitteln bekämpft werden sollte.
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