Rowa-Umfrage: Kunden wollen Abholfächer

, Uhr

Berlin - Vor-Ort-Apotheken müssen zusehends darauf achten, den Wünschen der Verbraucher entgegenzukommen, wenn sie ihre Kunden nicht an die Versender verlieren wollen. Doch was wollen die Verbraucher eigentlich? Das wollte BD Rowa herausfinden und hat eine Umfrage in Auftrag gegeben. Deren Resultate zusammengefasst: Abholautomaten, diskrete Beratung und eine schöne Offizin.

Zumindest bei den Vorteilen gegenüber den Versendern scheinen die Befragten den Apothekern zuzustimmen: Danach gefragt, welche Eigenschaften der Apotheke vor Ort sie besonders schätzen, gaben 81 Prozent an, dass sie die Apotheke vor allem als schnellste Möglichkeit zur Medikamentenbeschaffung sehen. Nur einen Prozentpunkt dahinter folgt schon die Beratung. Wieder nur mit einem Punkt Abstand kommt die fachliche Kompetenz. Es folgt der persönliche Kontakt mit 72 Prozent. Mit 64 Prozent gaben immerhin noch fast zwei Drittel an, die Produktauswahl in der Apotheke zu schätzen.

BD Rowa hatte das Marktforschungsinstitut Kantar mit einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 1000 Deutsche über 14 Jahren beauftragt und ist dabei nach eigenen Angaben zum Ergebnis gelangt, „dass die Apotheke vor Ort eine zentrale Rolle im Leben der Menschen einnimmt“. Dennoch hätten sie zentrale Wünsche.

Ganz oben auf der Wunschliste: 45 Prozent der Befragten würden künftig gern die Möglichkeit haben, ihre Arzneimittel 24/7 in der Apotheke abzuholen, beispielsweise an Pick-up-Terminals. Auf dem zweiten Platz folgt mit 38 Prozent eine „diskretere, individuellere Beratung“. Auch auf die Verkaufsräumlichkeiten sollten Inhaber demnach Wert legen: 35 Prozent wünschen sich eine „schöne, angenehme Einkaufsatmosphäre“. Mit 30 Prozent wünscht sich weniger als jeder Dritte Online-Bestellmöglichkeiten, dahinter kommt mit 23 Prozent ein breiteres Produktsortiment. „Apothekenkunden möchten einerseits die Flexibilität haben, ihre Medikamente und apothekenexklusiven Produkte 24/7 abzuholen, aber andererseits auch wie beim Einzelhandel in der Apotheke zu shoppen“, interpretiert die Ergebnisse Dirk Bockelmann, Global Commercial Director bei BD Rowa. „Was wir in den letzten Jahren auch verstärkt beobachten, ist der Wunsch nach einer individuelleren und diskreteren Beratung.“

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Laschet wird Kanzlerkandidat
K-Frage: Söder gibt auf »
Entscheidung soll am Dienstag fallen
Laschet vs. Söder: Das Gerangel geht weiter »

Mehr aus Ressort

Wachstum um ein Viertel
DocMorris beerdigt Apo-Rot »
Erst ab der 201. Lieferung 20 Cent pro Fahrt
Apomap: Botendienst-Software wird kostenlos »
Weiteres
„Kartenhersteller wahrscheinlich überfordert“
KBV: Komplizierte Signatur verhindert E-Rezept-Einführung»
Datenübermittlung für das E-Rezept
Apotheker sollen für Versender zahlen»
Wachstum um ein Viertel
DocMorris beerdigt Apo-Rot»
Erst ab der 201. Lieferung 20 Cent pro Fahrt
Apomap: Botendienst-Software wird kostenlos»
Laschet wird Kanzlerkandidat
K-Frage: Söder gibt auf»
Entscheidung soll am Dienstag fallen
Laschet vs. Söder: Das Gerangel geht weiter»
„Irrsinn der Prioritätsignoranz“
Impfapotheker kritisiert Hausärzte»
Nur noch Zweitimpfungen in Impfzentren
Abschied von AstraZeneca»
Neue arbeitsrechtliche Fragen
Positiver Test als Kurzurlaub»
Testpflicht in Sachsen und Berlin
Laientests nur unter Aufsicht»
Benzodiazepine, Neuroleptika & Co.
Alkoholabusus: Behandlung oft Off-Label»
Hormone, Schwangerschaft & Co.
Dehnungsstreifen: Irreparable Hautschäden»
Ausschlag ohne eindeutige Ursache
Update: Dyshidrose»
Mehr Feuchtigkeit, stärkere Barriere
Ectoin in der Allergiepflege»

Copyright © 2007 - 2021, APOTHEKE ADHOC ist ein Dienst der EL PATO Medien GmbH / Pariser Platz 6A / 10117 Berlin Geschäftsführer: Patrick Hollstein, Thomas Bellartz / Amtsgericht Berlin Charlottenburg / HRB 204 379 B