Liefer-Pilotprojekt in Frankfurt

Curacado-Apotheker: „Mir geht es darum, Erfahrung zu sammeln“ APOTHEKE ADHOC, 27.11.2019 11:12 Uhr

Berlin - 30 Apotheken im gesamten Frankfurter Stadtgebiet nehmen an einem Pilotprojekt von BD Rowa, Curacado und Sanofi teil. Die Süd-Apotheke in der Stresemannallee ist eine von ihnen, die bis Ende Dezember innerhalb von zwei Stunden das Schmerzmittel Thomapyrin Tension Duo an Kunden liefern will. Inhaber Nico Kraft glaubt nicht, dass dabei der Beratungsaspekt zu kurz kommt, sieht aber noch Verbesserungspotenzial für das Konzept.

Im Oktober seien Vertreter von Rowa auf ihn zugekommen und hätten ihm das Pilotprojekt vorgestellt. Die Ideen fanden bei Kraft durchaus Anklang: „Ich beschäftige mich viel mit der Frage, wie Arzneimittel die letzte Meile bis zum Kunden transportiert werden und unabhängig vom Standort der Apotheke schnell ankommen.“ Das sei in der von Hotels und Büros geprägten Gegend, in der die Süd-Apotheke liegt, besonders wichtig.

Konkrete Erwartungen hat Kraft nicht an das Projekt: „Mir geht es vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln. In der Zukunft kommen viele digitale Herausforderungen auf die Apotheken zu, unter anderem mit dem eRezept. Da möchte ich gut vorbereitet sein.“ Zudem reizte den Inhaber der Aspekt, jeden Ort in der Mainmetropole innerhalb von zwei Stunden beliefern zu können: „Damit ist die Apotheke vor Ort schneller als Amazon.“

Bei Bestellungen der Kunden komme in der Süd-Apotheke umgehend eine E-Mail an. Anschließend loggen sich Kraft oder seine Mitarbeiter ins Backend des Curacado-Shops ein und können die Buchung verwalten. „Dann müssen wir noch den Voucher ausdrucken, das Medikament verpacken und das Etikett draufkleben“, erklärt Kraft.

Die Benachrichtigung des Botendienstes erfolgt automatisch bereits nach der Bestellung des Kunden. Die Lieferung läuft über das Transportunternehmen Tiramizoo und ist für die Apotheken sowie die Kunden kostenfrei. Die Kosten tragen die Kooperationspartner von Rowa, Curacado und Sanofi. Das Medikament selbst bezahlen die Kunden über PayPal. „In der Regel ist der Bezahlvorgang also schon abgeschlossen, wenn das Arzneimittel bei den Kunden ankommt. Es sei denn, sie entscheiden sich dafür, das Medikament in der Apotheke abzuholen. Dann kann das dort gemacht werden“, so Kraft.

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