Abgabeautomat: Rowa freut sich auf E-Rezept

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Berlin -

Arzneimittel können in einigen Apotheken auch außerhalb der Öffnungszeiten abgeholt werden. Für den Betrieb der Abholfächer gibt die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) Richtlinien vor. Die „Arbeitsgemeinschaft der Pharmazieräte Deutschlands“ (APD) geht noch einen Schritt weiter und grenzt dabei die Anbindung an einen Kommissionierer aus. Der Automatenhersteller BD Rowa kontert und betont, dass Apotheken mit einer automatisierten Abgabeoption gegenüber Holland-Versendern unterstützt würden – besonders nach der Einführung des E-Rezepts.

Automatisierte Ausgabestationen sind für Kund:innen momentan von Vorteil, wenn es um OTC-Präparate und Freiwahlprodukte geht. Diese können vorab telefonisch oder online bestellt und außerhalb der Öffnungszeiten flexibel abgeholt werden. Verschiedene Anbieter haben Abholfächer im Sortiment. Rowa bietet seit 2019 ein Abholterminal „Rowa Pichup“ an, das derzeit von zehn Apotheken genutzt wird. Dass die APD das Modell ablehnt, versteht man in Kelberg nicht. Laut Resolution ist eine Anbindung an einen Kommissionierautomaten „mit direktem Zugriff auf das Warenlager“ nicht zulässig.

Spezieller Lagerort im Kommissionierer

Genau diese Vorgabe erfüllt das Terminal aber laut Rowa: „Es gibt keinen Unterschied zwischen Abholfach und Kommissionierautomat“, betont Dirk Bockelmann, Global Commercial Director bei BD Rowa. OTC-Präparate würden nach den Vorgaben der ApBetrO umverpackt, mit einem Code und der Anschrift der Kund:in versehen. Jede Bestellung lande in einem speziellen Lagerort im Kommissionierautomaten – getrennt von den übrigen Produkten. Zudem gebe es einen Rückhaltebehälter, also ein Fach, in dem nicht-abgeholte Ware separart gelagert wird. Zudem finde eine Beratung per Telefon oder Chat statt. Bei dem Terminal handele es sich also nicht um einen „Süßigkeitenautomaten, der am Bahnhof steht.“

Bockelmann zufolge geht es den Pharmazieräten nicht um die technischen Abläufe. Die Einschränkung hat seiner Ansicht nach mit Unsicherheit zu tun. „Die Abgabeterminals sollen die Apotheke an sich aber nicht untergraben, sondern im Wettbewerb unterstützen“, sagt er. Die Patient:innen in Vor-Ort-Apotheken seien normale Konsument:innen, für die Abholfächer dazugehörten. „Mich wundert, dass der Gesetzgeber die Türen öffnet und die Pharmazieräte das nicht möchten.“

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