Kommissionierautomaten

Mehr Zeit fürs Wesentliche: Rufer-Apotheke kriegt den 4000. Rowa APOTHEKE ADHOC, 26.09.2020 09:11 Uhr

Berlin - Den 10.000. Kommissionierer konnte Rowa bereits im Mai feiern, jetzt kommt die nächste Marke: 4000 Automaten hat das Unternehmen mittlerweile in Deutschland installiert. Das Jubiläumsgerät steht seit dieser Woche in der Rufer-Apotheke von Jörg Hillgruber im schleswig-holsteinischen Lauenburg. Für die Hillgrubers – Vater, Mutter, Sohn sind allesamt Pharmazeuten – ist es nicht nur ein Automat, sondern Teil ihrer Strategie, ihren Betrieb für die Zukunft zu wappnen.

Das Gesundheitswesen wird immer digitaler – und das muss man für sich zu nutzen wissen, sagt Justus Hillgruber: „Es ist sehr charmant, Prozesse, die regelmäßig vorkommen und manchmal hinten runterfallen, zu automatisieren. Mit Maschinen geht das weitaus schneller, einfacher und sicherer.“ Rechtliche Anforderungen und technische Möglichkeiten gingen dabei oft Hand in Hand, beispielsweise wenn die Ausbuchung aus Securpharm vom Kommissionierer mit übernommen wird. „Wir haben uns gefragt, wo es mit unserer Apotheke hingeht, und welche Abläufe es künftig geben wird.“

Für die Hillgrubers ist die Investition in den Rowa damit eine Investition in die Zukunft ihres Betriebs – die größte von denen, die sich derzeit und in naher Zukunft tätigen will. Auch technische Helfer wie eine automatisches Kompressionsstrumpfmessgerät oder eine Etikettiermaschine sind im Gespräch. Die Etikettiermaschine wäre ein Zusatzmodul für den Rowa und insbesondere deshalb nützlich, weil die Rufer-Apotheke in der Heimversorgung engagiert ist. „So wollen wir vor allem zeitaufwendige Prozesse durch Maschinen automatisieren und so effizienter arbeiten.“

Besonderen Wert legt Hillgruber darauf, dabei nicht nur ans Jetzt zu denken, sondern den Blick auch auf die Zukunft zu richten. „Wir müssen digitaler denken, da gehört auch das eRezept dazu“, sagt er. „Muss ich die Daten per Hand eingeben oder können sie automatisch ausgelesen werden? Unsere Vision ist das zweite, also dass Rezeptdaten automatisch von der Warenwirtschaft ausgelesen und an den Kommissionierer weitergegeben werden.“ Das würde nicht nur massiv Zeit sparen, sondern auch die Fehler- und Retax-Gefahr verringern. „Es sind maximal noch zwei kleine Schritte, bis das möglich ist, und die Firmen werden das mit Sicherheit irgendwann umsetzen.“

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