VISION.A

PTA-Roboter für Supermärkte APOTHEKE ADHOC, 23.03.2018 14:53 Uhr

Berlin - Welche Innovationen können gerade der Apotheke vor Ort helfen? Wie sieht die Zukunft der Gesundheitskommunikation aus? Bei VISION.A, der Digitalkonferenz von APOTHEKE ADHOC und Apotheken Umschau, warben vier Werbeprofis um die Gunst des Publikums.

Pepper hat schon viele Sympathiepunkte gesammelt. Der in Japan und Frankreich entwickelte humanoide Roboter ist darauf trainiert, Mimik und Gestik der Menschen zu erkennen und direkt darauf zu reagieren. Demnächst soll er im Gesundheitswesen zum Einsatz kommen. Guido Mecklenbeck, Geschäftsführender Gesellschafter der Agenturgruppe Vendus, stellte eine Apothekenvariante vor: Gekoppelt an ein Terminal mit großem Bildschirm kann die Roboter-PTA Bestellungen entgegennehmen und dank ihrer künstlichen Intelligenz auch rudimentäre Beratungsaufgaben übernehmen. Der Screen zeigt dann verschiedene Produktvarianten.

Ein Pepper-Terminal kann auch in Supermärkten oder anderen Geschäften zu finden sein. Eine schnell lieferfähige Apotheke vor Ort könne so Amazon und den Versandapotheken locker Paroli bieten, sagt Mecklenbeck. In der Erprobungsphase sei geplant, dass Pepper zunächst mit Menschen in der Offizin verbunden sei. Schon bei der Expopharm in München soll im September ein Protoyp präsentiert werden.

Einen sprechenden Beipackzettel und eine Art Gesundheits-Alexa hatte Thilo Kölzer im Gepäck. Er ist Vorstand bei Antwerpes, einer der größten deutschen Healthcare-Agenturen. Eine App soll das Studium der – nach Ausfalten schon mal eine Zeitungsseite großen und eng beschriebenen – Produktinformation ersetzen. Mit gezielten Fragen kann der Patient erfahren, wann und wie oft sein Medikament eingenommen werden muss oder welche Nebenwirkungen zu befürchten sind. Wer morgens mit Fieber oder anderen Erkältungssymptomen erwacht, soll sich mit Bestellungen künftig an einen Sprachassistenten wenden können: Das Gerät schlägt geeignete Packungsgrößen vor und leitet die Order an eine Apotheke vor Ort weiter. Eine Weiterentwicklung sei denkbar: So könne der Assistent künftig auch die Geräusche überwachen, die sein Besitzer im Schlaf mache, und am nächsten Morgen auf eine mögliche Erkältung hinweisen.

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