Actemra plus Remdesivir: Studie prüft Corona-Kombi

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Berlin - Roche hatte von der US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht für eine Studie erhalten, bei der der potenzielle Nutzen von  Actemra (Tocilizumab) bei Patienten mit einer schweren Coronavirus-Lungenentzündung untersucht werden soll. Doch nicht nur der alleinige Nutzen des monoklonalen Antikörpers soll untersucht werden. In einer weiteren Studie soll ein möglicher synergistischer Effekt von Actemra in Kombination mit Remdesivir (Gilead) geprüft werden.

Die Kombination eines antiviralen Medikaments mit einem Immunmodulator ist laut Angaben der Hersteller ein möglicher wirksamer Ansatz. Studienbeginn sei voraussichtlich im Juni. Insgesamt sollen 450 Patienten weltweit teilnehmen, erklärte Roche. Bereits deutlich weiter fortgeschritten ist der Konzern mit der bereits eingeleiteten Actemra-Studie zur Behandlung Covid-19-induzierter Lungenentzündungen. Dort stehe man kurz vor dem Abschluss der Rekrutierung. Hier werden die Ergebnisse für Sommer erwartet.

Parallel dazu arbeite der Konzern mit Hochdruck an der Erhöhung der Produktionskapazitäten. Ziel sei es, die Produktion von Actemra „wo immer möglich“ zu maximieren. Roche wurde ebenfalls von der Corona-Krise getroffen und hat zahlreiche Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, versucht aber dennoch, im Rennen um ein Arzneimittel gegen Covid-19 mitzuhalten.

Einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zufolge fährt Roche dabei eine zweigleisige Strategie: Nach außen versuche der Konzern die Erwartungen niedrig zu halten und auch einen Off-Label-Use von Actemra nicht zu befördern. Intern werde aber bereits daran gearbeitet, Produktionsanlagen freizubekommen. So solle im Fall einer erfolgreichen Studie und schnellen Zulassung die hergestellte Menge verzehnfacht werden.

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