Wirksam bei Affen

Remdesivir mildert Krankheitsverlauf

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Berlin -

Eine aktuelle Studie der National Institutes of Health (NIH) hat die Wirksamkeit von Remdesivir (Gilead) im Tierversuch an Rhesusaffen in Bezug auf Lungenschäden nachweisen können. Der antivirale Wirkstoff konnte den Verlauf von Covid-19 generell abmildern.

Die NIH-Wissenschaftler konnten im Versuch am Rhesusaffen zeigen, dass eine frühestmögliche Gabe von Remdesivir zu einem milderen Verlauf von Covid-19 führen kann. Innerhalb der Studie erhielten die Affen die gleiche Wirkstoffdosis wie hospitalisierte Menschen. Insgesamt wurden zwölf Tiere in die Studie eingeschlossen, aufgeteilt wurden sie in zwei Gruppen à sechs Tiere. Eine Gruppe erhielt Remdesivir, die andere Gruppe blieb unbehandelt.

Die Tiere der Remdesivir-Gruppe erhielten zwölf Stunden nach der Infizierung mit Sars-Cov-2 intravenös verabreichtes Remdesivir. Die Wissenschaftler terminierten die Erstbehandlung für den Zeitpunkt, an dem das Virus seine höchste Konzentration in der Lunge der Tiere erreichte. In den folgenden sechs Tagen erhielten die Tiere weiterhin eine geringe Dosierung des antiviralen Wirkstoffes.

Die Wissenschaftler untersuchten alle Tiere zwölf Stunden nach der Erstbehandlung und stellten fest, dass die sechs behandelten Tiere einen signifikant besseren Gesundheitszustand aufwiesen als die unbehandelte Gruppe. Dieser Trend sezte sich für die kommenden sechs Tage fort. Die Wissenschaftler berichten, dass eines der sechs behandelten Tiere leichte Atembeschwerden aufwies, während alle sechs unbehandelten Tiere unter einer erhöhten Atemfrequenz und generellen Atemproblemen litten. Die in der Lunge gefundene Virusmenge war in der Behandlungsgruppe im Vergleich zur unbehandelten Gruppe signifikant geringer, und Sars-CoV-2 verursachte bei den mit Remdesivir behandelten Tieren weniger Lungenschäden als bei den unbehandelten Tieren.

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