Lieferdefekte

AOK: Defektnachweis ist keine Hürde Alexander Müller, 06.09.2016 14:59 Uhr

Berlin - Die AOK Rheinland/Hamburg will bei Defektmeldungen der Apotheken genauer hinsehen und notfalls retaxieren. Denn die Kasse glaubt nicht an eine ehrliche Verwendung der Sonder-PZN zur Nicht-Lieferfähigkeit. Deshalb wird ab sofort retaxiert, wenn der Hersteller den Defekt nicht bestätigt hat, wie ein Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC mitteilte. Die Kasse geht davon aus, dass die Unternehmen ihre Engpässe gern bestätigen.

Die AOK hat dem Sprecher zufolge einen „erheblichen Anstieg der Verwendung des Sonderkennzeichens in der jüngsten Vergangenheit“ festgestellt. Daher habe man dies auf Plausibilität überprüft. Nach Aussage der Kasse hat gar nicht jedes Mal ein Engpass vorgelegen, wenn das Rezept mit dem entsprechenden Sonderkennzeichen bedruckt war. Konkrete Zahlen konnte die Kasse auf Nachfrage bislang nicht liefern.

Die Apotheken im Rheinland und Hamburg wurden zuletzt mit einer „Schattenretaxierung“ überrascht. Die AOK schickte Images von Rezepten, bei denen aus ihrer Sicht die Sonder-PZN zu Unrecht verwendet wurde, verzichtet aber vorerst auf eine Retaxation. Ab September müssen die Apotheken aber jeden Defekt zwingend vom Hersteller direkt bestätigen lassen – wahlweise von zwei Großhändlern.

In der Praxis beklagen Apotheken aber regelmäßig, dass die Hersteller ihre Engpässe nicht offen kommunizieren. Stattdessen werde verfügbare Ware streng kontingentiert. Damit ist formal Ware im Markt, die Apotheken erhalten aber de facto zu wenig. Die AOK geht dem Sprecher zufolge dagegen davon aus, „dass ein pharmazeutisches Unternehmen selbstverständlich bereit ist, schriftlich eine Lieferunfähigkeit beziehungsweise einen Lieferengpass zu bestätigen“.

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