DS-GVO: Verbände streichen Facebook-Service

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Berlin -

Die neue Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) stellt die Apotheken nicht nur bei der Verarbeitung von Patientendaten vor neue Herausforderungen. Auch bei der Imagewerbung über Social Media müssen Apotheken aufpassen. Daher stellen jetzt die Apothekerverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ihren Facebook-Service für rund 350 Apotheken zum 25. Mai ein – möglicherweise nur vorübergehend, bis eine DS-GVO-konforme Lösung gefunden ist.

Weil die Pflege von Facebook-Seiten aufwendig und daher für die meisten Apotheker eine lästige Aufgabe ist, hatten die beiden Verbände ihren Mitglieder einen kostenlosen Service angeboten. Zentral wurden die an diesen Service angeschlossenen Apotheken mit neuem Facebook-Content – Geschichten, Hinweisen, Tipps und anderem – versorgt. Die Apotheker mussten sich nicht darum kümmern, dass ihre Facebook-Auftritte regelmäßig neue Infos boten. Was nicht gefiel, konnte einfach gelöscht werden.

Da die Pflege von 350 Facebook-Seiten nicht einzeln Seite für Seite zu bewerkstelligen ist, bedienten sich die beiden Verbände eines Tools, das aber in den USA angesiedelt ist. So können gleichzeitig die Facebook-Seiten aller angeschlossenen Apotheken erreicht werden.

Personenbezogene Daten werden zwar nicht übermittelt, aber nach Auffassung der Verbände sind auch die Daten der Zielseiten mit der neuen DS-GVO geschützt. „Das Tool ist der Marktführer im Bereich Social-Media-Management und steht nicht im Geltungsbereich der DS-GVO. Das ist kritisch,“ so Verbandssprecher Frank Eickmann.

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