Aripiprazol: Kassen zahlen 600 Euro weniger

, Uhr

Berlin - Preisrutsch in den Apotheken: Zum 1. September treten neue Festbeträge in Kraft. Betroffen von den Preisänderungen sind einige Neuroleptika, Virostatika sowie MAO-B-Hemmer, für die erstmals Erstattungsgrenzen festgesetzt wurden. Außerdem werden für drei Wirkstoffe die Höchstpreise angepasst.

Insgesamt sind sieben Arzneistoffe und eine Kombination von neuen Festbeträgen betroffen, das macht 1364 PZN. Insbesondere sticht das atypische Neuroleptikum Aripiprazol hervor: Die Apothekenverkaufspreise (AVP) der Generika von Ratiopharm und Hexal liegen derzeit bei rund 996 Euro. Hier wollen die Kassen bei einer N3-Packung mit 30 mg Wirkstoffgehalt künftig etwa 625 Euro einsparen, der Festbetrag liegt bei 371 Euro.

Versicherte der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), die das Generikum von Ratiopharm bekommen sollen, könnten daher mit höheren Mehrkosten konfrontiert werden. Doch der Hersteller kündigt an, den Preis abzusenken und im Rahmen der allgemeinen Geschäftsbedingungen auch die Lagerwertverluste auszugleichen.

Allerdings gibt es auch Generika, die schon heute deutlich unter dem neuen Festbetrag liegen. Dazu gehört beispielsweise das Präparat von Betapharm, das bereits 39 Prozent günstiger ist. Rabattverträge hat der Hersteller unter anderem mit der DAK.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort
ApoRetro – Der satirische Wochenrückblick
Lieferdienste: Apotheke gibt Vollgas »
Wegen E-Rezept, Impfzertifikaten und Cannabis
CGM Lauer erhöht die Preise »
Weiteres