Aufzahlung kennt kein Aut-idem

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Berlin -

Aufzahlungen gehören zum alltäglichen Ärger in den Apotheken. Im vergangenen Jahr waren erstmals mehr Generika betroffen als Altoriginale – das lag primär an den Schilddrüsenpräparaten: Bei jeder zweiten Packung mussten die Patienten die Differenz aus eigener Tasche bezahlen. Für die Hersteller besteht seit Inkrafttreten der Aut-idem-Liste noch weniger Anreiz, ihre Preise auf Festbetrag abzusenken. Denn der Wechsel ist noch schwieriger geworden. Die Kassen lässt das kalt.

Nach Zahlen von IMS Health waren im vergangenen Jahr im Bereich der Thyreoidpräparate 10,6 Millionen Packungen von Aufzahlungen betroffen – das waren 51 Prozent des Gesamtmarktes. Im April 2014 hatte der GKV-Spitzenverband die Festbeträge abgesenkt; Marktführer Sanofi war erstmals nicht mitgezogen, genauso wie Merck.

Die beiden Konzerne kommen auf einen Marktanteil von rund 60 Prozent. Mit rund sechs Millionen Packungen hat die Sanofi-Traditionsmarke Henning die Nase vorn, Winthrop liegt bei zwei Millionen Euro. Bei der hauseigenen Generikalinie gibt es zwar Aufzahlungen, die aber zumindest bei den Rabattverträgen beispielsweise mit der AOK im Rahmen des Mehrkostenverzichts entfallen. Merck verkauft von Euthyrox etwas mehr als drei Millionen Packungen. Berlin-Chemie kommt mit Berlthyrox auf rund 100.000 Packungen; das Produkt lag schon vor der Absenkung über Festbetrag.

Unter den Generikaanbietern, die auf oder sogar unter Festbetrag liegen, liegt Hexal mit knapp fünf Millionen Packungen an der Spitze, gefolgt von Aristo mit Eferox (600.000) und L-Thyroxin Aristo (500.000). Auf diesem Niveau liegen auch Betapharm und 1A Pharma. Ratiopharm, Aliud und CT sind von untergeordneter Bedeutung.

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