Sie müssen jetzt leider zuzahlen...

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Berlin -

Ab morgen gibt es in den Apotheken wieder unschöne Debatten mit den Kunden. Für 5554 Arzneimittel werden über Nacht die Festbeträge angepasst; 61 Wirkstoffe und Kombinationen aus 13 Gruppen sind betroffen. Weil die Kassen die Schraube weiter angezogen haben, müssen die Versicherten bei zahlreichen Schnelldrehern zuzahlen. Sechs Beispiele.

Risperidon: Bislang waren je nach Wirkstärke und Packungröße bis zu ein Dutzend Präparate von der Zuzahlung befreit. Das ändert sich jetzt. Risperidon Stada 0,5 mg kostete in der 100er-Packung bislang 16,39 Euro – weil der Festbetrag bei 18,72 Euro lag, gab es keine Eigenbeteiligung. Jetzt geht der Hersteller auf die neue Erstattungsgrenze von 15,53 Euro. Mehraufwand für die Versicherten: 5 Euro.

Pantoprazol: Bis zu zehn Präparate sind je nach Gruppe heute zuzahlungsfrei erhältlich – ab morgen werden es weniger sein. Während TAD beispielsweise bei der 30er-Packung à 20 mg den Abstand zum Festbetrag hält, bleibt Basics etwa bei der Variante à 40 mg und 100 Stück beim Abgabepreis von 25,99 Euro. Weil der Festbetrag hier von 32,42 auf 28,61 Euro sinkt, kostet die Packung für die Versicherten künftig 5 Euro.

Omeprazol: Auch hier gab es bislang – je nach Rabattvertrag – eine Auswahl an zuzahlungsfreien Varianten. Der Festbetrag bei der 50er-Einheit à 20 mg sinkt zwar um weniger als einen Euro von 17,87 auf 16,99 Euro. Doch Zentiva zieht nicht mit und bleibt bei 15,73 Euro – 5 Euro werden in der Apotheke fällig.

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