Aripiprazol/Duloxetin: Hersteller gegen den G-BA

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Berlin - Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat neue Festbetragsgruppen beschlossen. Diese werden mit ihrer Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft treten, das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hatte keinerlei Einwände geäußert. Neue Gruppen gibt es bei der Behandlung von HIV und für die Wirkstoffe Aripiprazol und Duloxetin – die Hersteller hatten erhebliche Einwände.

Im Bereich der Psychopharmaka wird es zwei neue Festbetragsgruppen geben. Betroffen sind die Wirkstoffe Aripiprazol und Duloxetin. Orale Darreichungsformen wie Tabletten, Schmelztabletten und Lösungen zum Einnehmen mit dem Wirkstoff Aripiprazol werden in der neuen Festbetragsgruppe zusammengefasst.

Die Hersteller wehrten sich dagegen, immerhin führte der G-BA Präparate verschiedener Indikationen zusammen. Hexal beurteilte das Vorhaben als „unsachgemäß“. Das eigene Präparat sei für drei Indikationen zugelassen: die Behandlung von Schizophrenie ab 15 Jahren, die Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden der Bipolar-I-Störung und die Prävention einer neuen manischen Episode bei Erwachsenen, die überwiegend manische Episoden hatten und auf die Behandlung mit Aripiprazol ansprachen. Die dritte Indikation hat der Hersteller für eine bis zu zwölf Wochen dauernde mäßige bis schwere manische Episode der Bipolar-I-Störung bei Jugendlichen ab 13 Jahren.

Laut Hexal variiert der Umfang der Zulassung unter den einzelnen Anbietern. Viele Präparate dürften nur für die Behandlung der Schizophrenie bei Erwachsenen und Jugendlichen eingesetzt werden. Hexal sah wichtige Therapiealternativen eingeschränkt und befürchtete eine finanzielle Mehrbelastung für die Versicherten. Denn Schmelztabletten seien für die beiden anderen Indikationen mit der neuen Festbetragsgruppe nur noch mit einer erheblichen Aufzahlung durch den Patienten erhältlich.

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