Festbeträge

Vor dem großen Preisrutsch Marion Schneider, 26.03.2018 07:57 Uhr

Berlin - Zum 1. April treten neue Festbeträge in Kraft, den Apotheken drohen Lagerwertverluste und Diskussionen mit den Kunden. Für 30 Gruppen werden die Preise angepasst, für Infliximab wird erstmals ein Festbetrag festgesetzt. Außerdem werden elf Gruppen mangels Besetzung aufgehoben.

Komplett neu ist der Festbetrag für Infliximab; hier wird ein Abschlag von 22 Prozent auf das Original Remicade (Janssen) fällig. Biogen hat den Preis für sein Biosimilar Flixabi schon im Januar abgesenkt und Patienten eine Aufzahlung erspart. Bei Remsima von Mundipharma liegt die Differenz bei 4 Prozent. Pfizer liegt mit Inflectra bereits heute unter dem künftig Festbetrag.

Aufgehoben werden die Gruppen für bestimmte Arzneiformen von Bemetizid+Triamteren, Beta-Acetyldigoxin, Clonidin, Indometacin, Metronidazol, Pentoxifyllin, Tetracyclin, Troxerutin, die H1-Antagonisten Brompheniramin, Carbinoxamin, Dimetinden und Pheniramin sowie Ketotifen und Oxatomid und schließlich Oxprenolol+Chlortalidon, Penbutolol+Furosemid, Penbutolol+Piretanid sowie Pindolol+Clopamid.

Bei zahlreichen Generika gibt es Anpassungen: Bei Amiodaron à 200 mg und 100 Stück etwa liegen Ratiopharm/AbZ und Winthrop über dem Festbetrag. Der Hersteller aus Ulm hat mit seinen beiden Vertriebslinien keinen Rabattvertrag. Winthrop hat dagegen Rabattverträge mit der TK sowie verschiedenen IKKen und BKKen. Zahlreiche andere Hersteller wie Hexal und Stada bieten den Wirkstoff bereits günstiger an.

13 Hersteller bieten Anastrozol über dem Festbetrag an: Basic, Beta, Biomo, Fair-Med, Hexal, Pfleger, Ratiopharm, Winthrop, Accord, Aristo, Heumann, Heunet und Onkovis. Die Präparate mit 1 mg und 100 Stück etwa sind derzeit bis zu 15 Euro teurer, als die Kassen künftig erstatten. Betapharm hat einen Rabattvertrag mit BKK, DAK und IKK, Heumann hat eine Vereinbarung mit Barmer GEK, BKK und KKH, Heunet unter anderem AOK und DAK. Andere Hersteller liegen schon unter dem Festbetrag.

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