Repetitorium Blasenentzündung

Kein Fosfomycin mit MCP Nadine Tröbitscher, 14.03.2017 07:42 Uhr

Berlin - Eine Blasenentzündung kann sehr schmerzhaft und unangenehm sein. Auch Rezidive sind keine Seltenheit. Gegen die bakterielle Infektion wird häufig die einmalige Gabe von Fosfomycin verordnet. Patientinnen sollten das Antibiotikum jedoch nicht zusammen mit Metoclopramid (MCP) einnehmen.

Fall: Eine Kundin löst ein Rezept über das Antibiotikum Fosfomycin ein, da sie unter einer Blasenentzündung leidet. Zudem hat die junge Frau mit Migräneanfällen zu kämpfen und bekommt daher ein Triptan in Kombination mit dem Prokinetikum MCP verschrieben. Um für den Notfall gerüstet zu sein, möchte sie auch diese Verordnung einlösen.

Das Antibiotikum hätte sie sich gerne erspart, denn die letzte Antibiose im Rahmen der Therapie einer Blasenentzündung liegt erst kurze Zeit zurück. Sie habe gehofft, der frühzeitige Einsatz von durchspülendem Tee könne den Infekt abwehren. Da das Brennen beim Wasserlassen sich jedoch verstärkte und am Morgen Blut im Urin zu finden gewesen sei, habe sie einen Arzt aufgesucht.

Analyse: Werden Fosfomycin und MCP zeitgleich verabreicht, kann die Konzentration des Antibiotikums sowohl im Serum als auch im Urin vermindert sein. Zurückzuführen ist der Effekt auf die Erhöhung der gastrointestinalen Motilität und einer damit einhergehenden Resorptionsverminderung. Somit kann das Antibiotikum nicht ausreichend gegen die bakterielle Infektion wirken, die Gefahr einer Resistenz ist erhöht.

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