Neuseeland

Trimethoprim: Apotheker mit OTC-Switch zufrieden Nadine Tröbitscher, 30.11.2016 14:30 Uhr

Berlin - In Neuseeland dürfen Apotheker bereits seit 2012 das Antibiotikum Trimethoprim an Frauen abgeben. Die Voraussetzung – sie müssen eine Schulung belegt haben. Eine aktuelle Studie widerlegt frühere Einwände, dass die Freigabe zu einem verstärkten Einsatz des Antibiotikums führen könnte.

Eine Umfrage unter 28 Apothekern ergab ein positives Ergebnis zur Freigabe von Trimethoprim. Die zehn Männer und 18 Frauen arbeiten in 25 Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die Anzahl an Kundinnen mit Blasenentzündungen variierte zwischen zwei oder drei Fällen pro Woche oder nur am Wochenende. Die meisten Kundinnen erfüllten jedoch die Kriterien zur Abgabe des Antibiotikums nicht – und wurden an den Arzt verwiesen oder mit anderen Medikamenten behandelt.

Die Apotheker haben eine spezielle Schulung zur Abgaben von Trimethoprim absolviert und arbeiten in der Beratung mit einem Screening-Tool und Patienteninformationen. Die Pharmazeuten beschreiben das Screening-Tool als hilfreich, da es alle wichtigen und nötigen Informationen für die Abgabe von Trimethoprim enthält. Keine Frage könne vergessen werden.

Die Patientinnen beschreiben die Möglichkeit, das Antibiotikum ohne Verschreibung in der Apotheke zu bekommen, als fabelhaft, schnell und einfach. Für die Beratung zu Trimethoprim zahlen die Betroffenen eine Gebühr zwischen 15 und 45 Neuseeländischen Dollar. Die Zahlung wird weitestgehend akzeptiert, brachte jedoch auch viele Frauen dazu, Cranberry-Präparate oder alkalisierende Produkte zu kaufen und vom Antibiotikum Abstand zu nehmen. Die Kosten und der Zeitaufwand in der Apotheke sind höher als beim Arzt.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Digitalkonferenz

VISION.A Awards: Ruhm und Budget für Innovatoren!»

Zusammenspiel mit „Meine Apotheke“-App

Gegen Papiermüll: Digitaler Bon von Pharmatechnik»

Pharmakonzerne

Frauen-Duo für Fresenius-Finanzen»
Politik

Telematikinfrastruktur

Konflikt gelöst: Gematik soll SMC-B-Card ausgeben»

Positionspapier zur Digitalisierung

BVMed: Keine Vorkasse bei Gesundheit-Apps»

Krebsprävention

Spahn unterstützt Tabakwerbeverbot»
Internationales

Tschechien

6 Tote nach Amoklauf an Krankenhaus»

Großbritannien

NHS-Skandal: „Schreckliches, schreckliches Bild“»

Niederlande

Kurzer Rausch: Lachgas soll BtM werden»
Pharmazie

Patientenleitlinien

Diabetes: Risiko für den Straßenverkehr?»

Mineralstoffmangel

Magnesium-Mangel: Mehr als nur ein Wadenkrampf»

Rote-Hand-Brief

Emerade: Aktivierungsfehler aufgrund hoher Lagertemperaturen»
Panorama

Nachruf auf Volker Articus

„Lass uns mal schnacken“»

Wort & Bild Verlag

Apo-Walk: Apotheke als Instagram-Motiv»

Kopf- und Gelenkschmerzen

Smartphone-App belegt Wetterfühligkeit»
Apothekenpraxis

Post von nervösen Kassen

Verjährungsbriefe: Treuhand gegen Panikmache»

Täter auf der Suche nach BtM

100.000 Euro Schaden: Einbrecher verwüsten Apotheke»

Praxistipps vom Steuerfachmann

Bonpflicht ab Januar: Das müssen Sie wissen»
PTA Live

Viruserkrankungen bei Kindern

Drei-Tage-Fieber: Harmlose Herpesinfektion»

PTA-Schulen

Putin lädt zum Wettbewerb: PTA-Schüler reisen nach Moskau»

Vermittlungsausschuss

PTA-Ausbildung: Länder bleiben hart»
Erkältungs-Tipps

Nahrungsergänzung im Winter

Zink & Vitamin C: Das Erkältungs-Duo»

Erkältungstipps

Anatomische Erkältungsreise: Nasennebenhöhlen»

Halsentzündungen

Seitenstrangangina: Selten aber schmerzhaft»
Magen-Darm & Co.

Funktionelle Magen-Darm-Beschwerden

Reizmagen: Vielseitiger Symptomkomplex»

Magen-Darm-Beschwerden bei Kindern

Dreimonatskoliken: Schreiattacken mit unklarer Ursache»

Pro-, Prä-und Synbiotika

Nahrung für die Darmflora»
Kinderwunsch & Stillzeit

Tabuthema Pilzinfektionen

Vaginalpilz in der Schwangerschaft»

Wochenbettdepression

Vom Tief nach der Geburt»

Behördengänge

Geburtsurkunde, Krankenkasse & Co. – An alles gedacht?»