Berufsschulen

Ein Hoch auf die PTA! Carolin Bauer, 16.03.2018 10:28 Uhr

Berlin - Vor 50 Jahren traten die ersten PTA-Schüler ihre Ausbildung an. Das Berufsgesetz trat am 18. März 1968 in Kraft. Die angestellten Apothekenhelfer konnten die Ausbildung nachholen. PTA entwickelten sich seitdem zu unverzichtbaren Mitarbeitern in Handverkauf, Labor und Rezeptur. Zahlreiche PTA-Schulen gratulieren zum Jubiläum.

Das „Gesetz über den Beruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten“ wurde in einer Koalition aus Union und SPD unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger verabschiedet. Bereits in den 50er-Jahren wurde über einen neuen Apothekenberuf gesprochen, der im Handverkauf helfen sollte. Die Apothekenhelfer wurden damals vor allem in der Rezeptur eingesetzt. Gegen den Widerstand mancher Apotheker wurde das neue Berufsbild geschaffen, zahlreiche Helfer absolvierten nun diese neue Ausbildung.

Aktuell wird wieder diskutiert, ob und wie die Ausbildung erneuert werden kann. Auch PTA-Schulen hoffen auf eine Novellierung. Hannah Beruda, Geschäftsführerin der PTA-Fachschule Westfalen-Lippe, wünscht sich eine Anpassung der Unterrichtsinhalte an das moderne Berufsbild sowie Schulgeldfreiheit. Zudem sollten Theorie und Praxis besser verzahnt werden: „PTA haben gute Berufsaussichten für einen wohnortnahen, familienfreundlichen Arbeitsplatz, in dem man auch im Alter von 50 noch nicht ‚aussortiert‘ wird.“

Bei den Blindow-Schulen wird der PTA-Beruf als zukunftssicher und abwechslungsreich bewertet. „Aufgrund einer breit aufgestellten Ausbildung, zahlreich genutzter Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind PTA für den Berufsalltag und für eine fundierte Beratung bestens gerüstet“, sagt Rebecca Trach-List, Apothekerin und Schulleiterin in Aalen. Sie bemängelt die „nicht gerade gute Bezahlung in öffentlichen Apotheken, was für Manchen den Beruf nicht attraktiv macht“. Zudem fehle es an Bekanntheit. Für die Zukunft wünscht sie sich, „dass die Freude an der Vielfalt der Pharmazie und die Begeisterung am ständigen Lernen erhalten bleibt und sich auch monetär bemerkbar machen kann“.

APOTHEKE ADHOC Debatte