PTA: Von Schlecker zu Linda

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Berlin -

Als Anja Klett nach der Babypause wieder ins Berufsleben einstieg, wählte sie Schlecker statt Apotheke. Die PTA aus Leverkusen stieg von der Aushilfe zur Bezirksleiterin auf. Bei der Drogeriekette schärfte die heute 56-Jährige ihr Zahlen- und Marketingverständnis. Diese Erfahrungen setzt die Expertin für Dermopharmazie jetzt in der Berliner Burger-Apotheke als Ansprechpartnerin für Linda ein.

Klett ist PTA aus Leidenschaft. Nach der Ausbildung in Köln wechselte sie 1981 in die Apotheke. Nach vier Jahren folgte die Babypause, im Anschluss wollte sie beruflich kürzertreten: „Ich hätte in die Apotheke zurückkehren können, wollte aber mit einem Kleinkind nicht Vollzeit arbeiten.“ Per Zufall sah sie eine Stellenanzeige in einem Schlecker-Markt und fing als Aushilfe für zehn Stunden die Woche an.

Sechs Jahre war Klett für die heute insolvente Drogeriekette tätig. „Das war eine der besten Zeiten meines Lebens. Ich habe extrem viel über Verkauf und Marketing gelernt“, sagt sie. PTA seien bei Schlecker gern gesehen gewesen, da sie keine Lehrgänge etwa für den Verkauf von Abführmittel wie Midro Tee absolvieren mussten. Sie stieg auf und war zuletzt als Bezirksleiterin für 120 Mitarbeiter verantwortlich.

Erneut wollte Klett aus familiären Gründen beruflich einen Gang runter schalten. „Mit einem Schulkind ging die 60- bis 70-Stunden-Woche nicht mehr“, sagt sie. Wegen besserer Arbeitszeiten wechselte sie in die Carl Duisberg Apotheke. 18 Jahre war sie als Fach-PTA für Dermopharmazie und Projektmanagement dort unter anderem für Kosmetikberatung, Einkauf und Marketing verantwortlich und entwickelte eine Vortragsreihe zu medizinischen Themen.

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