Lieber PTA als hoch hinaus

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Berlin -

Apotheke hatte Julia Diroll nach der Schule nicht im Kopf, als sie an ihre Zukunft dachte. Die Realschulabsolventin wollte sich dagegen international aufstellen. Nach einer Ausbildung und einem angefangenen Logistik-Studium ist die heute 30-Jährige zufrieden, letztlich per Zufall PTA geworden zu sein. In einer Apotheke war die Unterfränkin seit ihrer Ausbildung jedoch nicht tätig.

Diroll entschied sich nach der Fachoberschule in Schweinfurt zunächst für eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin. „Ich war in Englisch immer gut und hatte Italienisch im Wahlfach“, sagt sie. „Sprachen haben mir immer große Freude bereitet.“ Nach der Ausbildung wollte sie mehr und peilte ein Studium an.

Auch jetzt war die Arbeit im HV oder in der Rezeptur noch kein Thema. Pharmazie stand nicht zur Debatte. Auf der Real- und Fachoberschule hatte Diroll eine technisch-wirtschaftliche Richtung. „Ich wollte höher hinaus und habe ein Logistik-Studium begonnen“, sagt sie.

Der Bachelor-Studiengang wird an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen (FHWS) angeboten. „Mir hat sehr gefallen, dass die Logistik-Lesungen auf Englisch waren“, sagt Diroll. Dennoch fühlte sie sich nicht richtig aufgehoben. „Ich habe mich nicht getraut, nach neun Semestern aufzuhören. Wie sieht das denn im Lebenslauf aus?“ Das Studium habe zwar Spaß gemacht, sei jedoch nicht das Richtige gewesen.

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