Ehrenamt

PTA im Feuerwehrwagen Eugenie Ankowitsch, 04.09.2017 15:04 Uhr

Berlin - Nina Robel ist eine von den ehrenamtlich engagierten Frauen und Männern, die sich als Angehörige der Arnsberger Freiwilligen Feuerwehr für Menschen in Not einsetzen. Bei Tag und Nacht. Bei Wind und Wetter. Hauptberuflich steht sie allerdings als PTA hinter dem HV-Tisch der Neheimer Park-Apotheke. Sowohl bei ihrem Hobby als auch im Beruf steht für die 33-Jährige der Mensch im Vordergrund.

Robel ist elf Jahre alt, als sie offiziell in die Jugendfeuerwehr in Arnsberg aufgenommen wird. „Eigentlich bin ich aber mit dem Verein aufgewachsen“, erzählt sie. Ihr Vater sei in der Feuerwehr engagiert gewesen und habe sie manchmal mitgenommen. „Wir Kinder haben darauf hingefiebert, endlich in die Jugendfeuerwehr zu kommen“, erinnert sich Robel. Mit 18 Jahren sei sie in den aktiven Dienst übernommen worden. Wenn plötzlich der Melder oder die Sirene geht, eilt sie seitdem zum Einsatz, um Menschen in Not zu helfen. Ehrenamtlich.

„Das Ehrenamt ist sehr wichtig, denn ohne dieses freiwillige Engagement würde vieles in der Gesellschaft nicht funktionieren“, ist Robel überzeugt. „Egal, ob es wie bei mir die Feuerwehr oder in anderen Fällen der Fußballverein, die Alten- oder Behindertenbetreuung ist, sie sind alle auf freiwillige Hilfe angewiesen.“ Einer der vielen Gründe für ihr Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr sei, dass sie – egal ob in der Freizeit oder in ihrem Beruf – sehr gern Menschen helfe. „Es ist überwältigend, die Dankbarkeit und Anerkennung der Leute, die in einer Notsituation waren und ohne unsere Hilfe nicht aus der Gefahr herausgekommen wären, zu erfahren“, erzählt sie.

Viele schwierige Einsätze haben sie und ihre Kameraden seitdem gemeistert. Aber am meisten im Kopf geblieben ist der PTA die Kyrill-Nacht vor zehn Jahren. „In dieser Nacht haben wir sehr vielen Menschen geholfen und sind selber an unsere Belastungsgrenze gegangen“, erinnert sie sich. „Wenn man im Wald ist und vor und hinter einem Bäume fallen und man natürlich nicht weiß, wann und wo der nächste runterkommt, ist es auch psychisch sehr belastend.“ Zu den besonders belastenden Einsätzen würden auch Verkehrsunfälle mit Verletzten und Toten zählen.

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