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Nach Valsartan: Kasse will Wirkstoff-Analysen sehen

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Berlin -

Als erste Krankenkasse zieht die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) Konsequenzen aus dem Valsartan-Skandal: Die Kasse verlangt künftig von allen Vertragspartnern eine Analyse der Wirkstoffe. Außerdem prüft die SBK Schadensersatzforderungen. In einem offenen Brief hatte sich zuvor Valsartan-Patient Andreas Müller aus NRW an die SBK gewandt und nach weiteren Schritten gefragt.

„Aus einer tiefen Verunsicherung heraus wende ich mich an meine Krankenkasse und bitte um die Unterstützung für alle Betroffenen des Skandals.“ Er frage sich, wie er als langjähriger Valsartan-Patient mit den eventuellen Folgen einer möglichen Erkrankung, „die sich später sicherlich kaum nachweislich auf die jahrelange Einnahme eines verunreinigten Blutdrucksenkers zurückführen lässt“, umgehen solle. Von der SBK wollte er wissen, ob sie die Hersteller mit Schadensersatzforderungen konfrontieren wolle, etwa für die entstandenen Kosten für entsorgte Arzneimittel und Arzthonorare für die Umstellung der Medikation.

An die Kasse schrieb Müller, dass es aus seiner Sicht nicht ausreiche, die Medikamente der verschiedenen Hersteller vom Markt zu nehmen und die wirtschaftlich beteiligten Apotheken und Großhändler für deren Aufwand zu entschädigen: „Die Ärzte sind aufgefordert, ihre Patienten auf ein anderes Medikament umzustellen.“

Und wie sichere die Kasse den Regress für mögliche Folgeschäden, die den Patienten durch zusätzliche Erkrankungen in Zukunft entstehen könnten? „Letztendlich ist es die Gesundheit der Patienten, die im Vordergrund stehen muss, und nicht die wirtschaftlichen Interessen der Marktbeteiligten“, so Müller. Er selbst nehme seit Jahren Valsartan und „verspüre nunmehr deutliches Unwohlsein“. 2015 unterzog sich Müller einer Herz-Operation. Seit Wochen verfolge er nun die Valsartan-Veröffentlichungen in den Medien „und muss für mich feststellen, dass die Belange der betroffenen Patienten ignoriert werden“.

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