Grippeimpfungen: Gehe startet eigenes Modellprojekt

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Berlin - In der nächsten Saison sollen in Schleswig-Holstein 150 Apotheken Grippeschutzimpfungen vornehmen können. Dazu hat Gehe ein Modellprojekt mit der AOK Nordwest vereinbart. Die Konstellation aus Großhändler und Kasse ist ein Novum: Bei den bisherigen Modellprojekten in Nordrhein, der Oberpfalz, im Saarland und Niedersachsen sind die Apothekerverbände Partner der jeweiligen Krankenversicherungen.

Zur Modellregion sollen Lübeck, Kiel, Flensburg, Schleswig, Rendsburg und Eckernförde sowie die Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Plön und Ostholstein gehören. „Wir freuen uns, dass die Impfungen künftig auch in vielen Apotheken möglich sind. Dies stellt einmal mehr die Bedeutung der Vor-Ort-Apotheke für die Versorgung der Patienten unter Beweis“, erklärt Gehe-Geschäftsführer Andreas Thiede.

Nach Angaben der Ständigen Impfkommission (Stiko) seien nur 35 Prozent der Risikogruppe der über 60-Jährigen gegen Influenza geimpft, so die Projektpartner. Die Apotheker:innen sollen entsprechend geschult werden. Grundlage für das Projekt ist das zum 1. März 2020 in Kraft getretene Masernschutzgesetz, das Grippeschutzimpfungen auch in Apotheken ermöglicht. „Mit unserem gemeinsamen Modellprojekt nutzen wir konsequent den Gestaltungsspielraum, den uns der Gesetzgeber gegeben hat, und verbessern damit gleichzeitig die medizinische Versorgung unserer Versicherten“, so AOK-Chef Tom Ackermann.
„Das Projekt bietet einen echten Mehrwert für Patienten: Ausgestattet mit der nötigen Kompetenz sind die Apotheken vor Ort neben den Arztpraxen eine patientennahe und qualitätsgesicherte Anlaufstelle für viele Menschen, um sich gegen Grippe impfen zu lassen.“

Mit den ersten Impfungen sei noch im Laufe dieses Jahres zu rechnen. Die logistischen Vorbereitungen würden bereits jetzt anlaufen, darunter auch die Erarbeitung der Beitrittserklärungen der Apotheken und die Qualifizierung der Apotheker:innen. „Gehe bietet hierfür über die eigene Akademie ein entsprechendes Schulungsangebot an. Die ersten Termine für Theorie und Praxis werden, abhängig von den Entwicklungen der Corona-Pandemie, schnellstmöglich im Frühsommer stattfinden“, erläutert Aline Seifert, Mitglied der Geschäftsführung bei Gehe und Vorsitzende der Geschäftsführung der Muttergesellschaft Alliance Healthcare Deutschland (AHD). „Wir freuen uns über die gemeinsame Vereinbarung zum Modellprojekt mit der AOK Nordwest. Es unterstreicht die Rolle des Gemeinschaftsunternehmens von AHD und Gehe als starkem Partner der Vor-Ort-Apotheken.“

 

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