Julis: Drohnen, Ketten und 24/7-Apotheken

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Berlin -

„Apotheken befreien! Wettbewerb zulassen!“ Unter diesem Motto wollen die Jungen Liberalen (Julis) aus Bochum beim Bundeskongress Anfang April in Obernhausen einen Antrag einbringen, der eine weitreichende Liberalisierung des Apothekenmarktes fordert. Immerhin: Nach einem Ortstermin in einer Apotheke hatten die Nachwuchspolitiker noch einmal nachgebessert.

Den Julis aus Bochum zufolge bietet der Versandhandel mit innovativen Technologien eine große Chance für die zukünftige Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln, gerade auch im ländlichen Raum: „Hier können innovative Konzepte, wie die Auslieferung von Medikamenten per Drohne, die Versorgung nachhaltig verbessern“, heißt es in dem Antrag. Um langfristig „den Versandhandel und somit auch Verbesserungen für den Verbraucher sicherzustellen“, wird daher eine „Liberalisierung der Preis- und Honorargestaltung im Apothekenmarkt“ gefordert.

Gleichzeitig sehen die Julis allerdings das Problem, dass Apotheken vor Ort nach den derzeitigen Regeln nicht mit ausländischen Versandapotheken konkurrieren können. Um faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen, soll daher bis zum Wegfall der Preisbindung ein Moratorium für den Rx-Versandhandel gelten.

Zur Begründung heißt es dazu: „Der faire Wettbewerb und die damit verbundenen gleichen Rahmenbedingungen für Marktakteure sind elementare Bestandteile einer sozialen Marktwirtschaft. Als Junge Liberale setzen wir uns stets dafür ein, staatliche Ungleichbehandlung von Marktakteuren abzubauen und so einen Wettbewerb nach gleichen Regeln zu ermöglichen.“

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