25 Millionen Euro

Cannabis: Spahn streicht Apothekenhonorar Nadine Tröbitscher, 16.11.2018 15:05 Uhr

Berlin - Geht es nach Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wird die Vergütung der Abgabe von Cannabis neu geregelt. Laut Referentenentwurf zum Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) können rund 25 Millionen Euro eingespart und somit die Ausgaben für medizinisches Cannabis halbiert werden. Seit der Freigabe von Medizinalhanf ist eine Debatte über die Apothekerpreise entbrannt.

Im Referentenentwurf heißt es: „Die Einführung der Verhandlungslösung bei den Arbeitspreisen von Cannabisarzneimitteln, die in Apotheken als Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen abgegeben werden, führt zu Einsparungen von rund 25 Millionen Euro.“

Im Klartext sollen der GKV-Spitzenverband und die Spitzenorganisation der Apotheker die Apothekenzuschläge für die Abgabe von Cannabis und dessen Zubereitungen verhandeln. Das bedeutet das Aus für die bisherige Preisbildung nach Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV), die Zuschläge bei unverarbeiteter Abgabe von Cannabisblüten von 100 Prozent und bei der Abgabe von Zubereitungen aus Stoffen von 90 Prozent ermöglicht.

Die Entscheidung wird wie folgt begründet: „Die geltende Regelung der AMPreisV hat für die Krankenkassen angesichts der Zahl der Genehmigungen zur Versorgung mit Cannabisarzneimitteln und der Zahl der Verordnungen von unverarbeiteten Blüten und Zubereitungen aus Blüten zu hohen Ausgaben geführt, so dass es erforderlich geworden ist, die Apothekenzuschläge für die Abgabe als Stoff und für die Zubereitung aus Stoffen von Arzneimitteln nach § 31 Absatz 6 abweichend zu vereinbaren.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Versandapotheken

Zur Rose/Shop-Apotheke: Ritt auf der Rasierklinge»

Packungsdesign

Blaue Deckel, breite Packungen und Selbsterklärungen»

Versandhandel

Shop-Apotheke holt halbe Milliarde»
Politik

GSAV

Biosimilars: 3 Jahre bis Aut-idem»

GSAV

Spahn verzichtet auf Zyto-Zuschuss»

GSAV-Entwurf

Chaos um Importklausel: Erst gestrichen, jetzt neu gefasst»
Internationales

USA

Mundipharma: Gründerfamilie muss vor Gericht»

Apothekenketten

Walgreens und Microsoft gehen gemeinsam auf Datenjagd»

Versorgung in Großbritannien

Brexit: Pharmaverbände befürchten Engpässe»
Pharmazie

Warnhinweis für hormonelle Kontrazeptiva

Pille: Auf Depression folgt Suizid»

Nitrosamin-Verunreinigungen

Losartan/Irbesartan: CEP-Entzug für China»

Grippeimpfstoffe

Vaxigrip Tetra: Sanofi organisiert 79.000 Impfdosen»
Panorama

Prüfungsvorbereitung

Erstis: „Ich frage mich, wann ich das alles lernen soll“»

Medikamenten-Hilfsprojekt

Easy-Apotheke + Kneipe = Obdachlosenhilfe»

Hilfsmittel

Das Inkontinenz-Dilemma»
Apothekenpraxis

Sprechstundenbedarf retaxiert

Grippeimpfstoffe: 5 Euro Strafe pro Dosis»

Lagerbereinigung wegen Securpharm

Großhandel will Retouren verhindern»

Pilotprojekt

Notdienst: Apotheken-Terminal in der Arztpraxis»
PTA Live

PTA-Schule Castop-Rauxel

Klassentreffen aus traurigem Anlass»

LABOR-Download

Checkliste: Fertigarzneimittelkontrolle»

Trier

Schnuppertag für den PTA-Nachwuchs»
Erkältungs-Tipps

Internationale Erkältungstipps

Grappa-Milch und Hot-Toddy: Hausmittel aus fernen Ländern»

Abwehrkräfte

Immunsystem: Der wichtigste Schutzschild»

Nasenschleimhaut

Winter: Stress für die Nase»