Bundesregierung

Keine Änderungen bei Cannabis-Prüfung in Apotheken Tobias Lau, 23.01.2019 14:55 Uhr

Berlin - Die Bundesregierung plant keine Erleichterungen bei den Vorgaben zur Cannabis-Analytik in Apotheken. Das geht aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Federführend war deren drogenpolitischer Sprecher Dr. Wieland Schinnenburg. Die Liberalen wollen den Prüfungsaufwand reduzieren und kritisieren die uneinheitlichen Regelungen in den Bundesländern.

Wünschenswert wäre „eine einheitliche und unbürokratische Regelung, die in allen Bundesländern gilt sowie größere Gebinde von Cannabis-Blüten beziehungsweise deren Ausweisung als Fertigarzneimittel“, so die FDP in ihrer Anfrage. Die Bundesregierung erteilt dem eine nicht ganz so klare Absage. So hänge die Einstufung von Arzneimitteln als Fertigarzneimittel vom jeweiligen Einzelfall ab und obliege den zuständigen Behörden der Länder, schreibt die Parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Sabine Weiss, in ihrer Antwort. Welche Arzneimittel in welchen Bundesländern als Fertigarzneimittel eingestuft werden, weiß die Bundesregierung nach eigenen Angaben nicht.

Der Frage nach Bestrebungen, den Prüfaufwand zu reduzieren, weicht die Regierung aus: Bezieht die Apotheke einen Ausgangsstoff, der bereits geprüft worden ist, müsse in der Apotheke mindestens die Identität festgestellt werden, und zwar nach anerkannten pharmazeutischen Regeln. Allerdings: „Dabei können für die Prüfung unter bestimmten Voraussetzungen auch andere Methoden angewendet werden, als im Deutschen Arzneibuch beschrieben sind“ – was im Arbeitsalltag allerdings eher einen Mehraufwand als eine Entlastung darstellt.

Bei der Frage nach Maßnahmen der Bundesregierung zur Senkung der Preise und Kosten von medizinischem Cannabis verweist diese auf den Referentenentwurf des Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV). Dieser sieht Regelungen zur Vereinbarung von Apothekenzuschlägen für die Abgabe von Cannabisarzneimitteln vor. Darin heißt es, dass der GKV-Spitzenverband und die Spitzenorganisation der Apotheker die Apothekenzuschläge für die Abgabe von Cannabis und dessen Zubereitungen verhandeln sollen. Das bedeutet das Aus für die bisherige Preisbildung nach Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV), die Zuschläge bei unverarbeiteter Abgabe von Cannabisblüten von 100 Prozent und bei der Abgabe von Zubereitungen aus Stoffen von 90 Prozent ermöglicht. Die Ressortabstimmung des Gesetzesentwurfs ist allerdings noch nicht abgeschlossen, wie die Bundesregierung betont.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Alternativmedizin

Weleda: Pharma schlägt Kosmetik»

Versandapotheken kaufen Bewertungen

Kohle für Sterne»

Versandapotheken

Shop-Apotheke: Voltaren im Monatsabo»
Politik

Verbesserte Notfallversorgung

Kassen loben Spahn»

CDU-Parteivorsitz

 AKK: Gespräche mit „den drei Kandidaten“»

Ab 2022

Bundesrat billigt Organspende-Reform»
Internationales

Rumänien

Phoenix kauft sich auf‘s Podest»

Nach Vergiftungsfällen

Noscapin: Behörde gibt Entwarnung»

750 Millionen Dollar Strafe verhängt

„Baby Powder“-Klagen: Weitere hohe Strafe gegen Johnson & Johnson»
Pharmazie

Erst kauen, dann behandeln

Bitter-Kaugummi als Diagnostikum»

Neues Chemotherapeutikum

Roche: Polivy bei B-Zell-Lymphom»

Sicherheitskategorien und Dosisanpassungen

Arzneimittel bei Leberzirrhose sicher anwenden»
Panorama

Infektionskrankheiten

Coronavirus: Erster Mensch stirbt in Europa»

TV-Tipp

Doku: „Gedopte Gesellschaft – Streitfall Ritalin und Co.“»

TV-Tipp

Arte: Homöopathie – Sanfte Medizin oder Hokus Pokus?»
Apothekenpraxis

Nach dem Ruhestand ist noch nicht Schluss

„Ich habe mal überlegt, mit 70 aufzuhören“»

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Maßnahmen-Abo gegen Lieferengpässe»

Randnotiz

Desloratadin-Switch: Das „spart“ die Apotheke»
PTA Live

Ab in die Selbstständigkeit

PTA, Kosmetikerin und zweifache Mutter»

Personalsuche mit Royals

Stellenanzeige: Apotheke wirbt mit Harry & Meghan»

Taekwondo-PTA

Weißer Kittel mit schwarzem Gürtel »
Erkältungs-Tipps

Wenn das Kind das Bewusstsein verliert

Notfall: Fieberkrampf»

Schwieriger als gedacht

Richtig Naseputzen und Niesen»

Erkältungen vorbeugen

Keimquellen: Tastatur, Türklinke & Co.»
Magen-Darm & Co.

Sodbrennen, Verstopfung & Co.

Typische Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt»

Bakterielle Magen-Darm-Infektionen

Shigellose: Gefährlicher Reisedurchfall»

Infektionen durch Nahrungsmittel

Pilzvergiftung: Von harmlos bis tödlich»
Kinderwunsch & Stillzeit

Nährstoffe in der Schwangerschaft

Folsäuremangel: Ursachen und Folgen»

Erkältet in der Schwangerschaft

Der gewisse Push für das Immunsystem»

Schwangerschaftsrisiken

Eileiterschwangerschaft: Gefährliche Fehleinnistung»