Festbeträge

Asthmatikern drohen Aufzahlungen Marion Schneider, 13.06.2018 15:25 Uhr

Berlin - Zum Juli werden die Festbeträge angepasst. Betroffen sind 1800 Posten in fünf Wirkstoffgruppen. Bei einigen Präparaten drohen Aufzahlungen im zweistelligen Bereich.

Besonders hart trifft es Asthmatiker, denn die Festbeträge für Beclometasondipropionat/Formoterol, Budesonid/Formoterol, Fluticasonfuroat/Vilanterol, Fluticasonpropionat/Formoterol und Fluticasonpropionat/Salmeterol werden gesenkt. Aufschläge von bis zu 14 Euro können beim Inhalator Kantos und dem Schwesterprodukt Kantos Nexthaler fällig werden. Der Hersteller Chiesi hat Rabattverträge mit zahlreichen BKKen. Symbicort liegt bis zu 10 Euro über dem Festbetrag, Atmadisc bis zu 64 Euro und Viani bis zu 3 Euro. Bei allen drei Produkten gibt es Rabattverträge.

Auch ACE-Hemmer sind betroffen. Zum einen in Kombination mit Calciumkanalblockern Delapril/Manidipin, Enalapril/Lercanidipin, Enalapril/Nitrendipin, Perindopril/Amlodipin, Ramipril/Amlodipin, Ramipril/Felodipin sowei Trandolapril/Verapamil. Zum anderen in Kombination mit weiteren Diuretika Perindopril/Indapamid und Ramipril/Piretanid

Tarka (Trandolapril/Verapamil) von Mylan liegt derzeit bis zu 21 Euro über dem jeweiligen Festbetrag. Bei der Kombination Enalapril/Lercanidipin ist Carmen ACE von Berlin Chemie bis zu 26 Prozent teurer als die jeweiligen Festbeträge, das entspricht 25 Euro. Ratiopharm liegt bis zu 13 Euro über dem Festbetrag. Das Produkt von AbZ liegt hingegen mit Ausnahme der 100er-Packungen unter dem Festbetrag. Zanipress von Recordati ist Gegenstand mehrerer Rabattvereinbarungen. Hier können bis zu 25 Euro Aufzahlung fällig werden.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema