Pregabalin: Patienten drohen Mehrkosten

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Berlin -

Am 1. Oktober ist es so weit: Dann rutschen wieder die Preise in den Apotheken. Der GKV-Spitzenverband hat Festbeträge für elf vom gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gebildete Festbetragsgruppen festgesetzt. Betroffen sind 1950 Positionen verteilt auf die Coxibe, Filgrastim, Lamivudin, Levetiracetam, Linezolid, Pregabalin, Valproinsäure, Voriconazol und Zonisamid sowie die Kombinationen aus Angiotensin-II-Antagonisten beziehungsweise Betablockern mit Calciumkanalblockern. Auf die Versicherten könnten zum Teil erhebliche Mehrkosten zukommen.

42,73 Euro lautet der Festbetrag für Etoricoxib 60 mg zu 100 Filmtabletten. Mehr zahlen die Kassen künftig nicht mehr für den Wirkstoff in der Stärke und Packungsgröße. Senken die Hersteller die Preise nicht ab, kann es teuer für die Versicherten werden. Für das Altoriginal Arcoxia würden Mehrkosten von 110,10 Euro anfallen. Mylan, Hexal, Libra und Ratiopharm haben zahlreiche Rabattverträge geschlossen und würden mit Aufzahlungen zwischen etwa 40 und 44 Euro verbunden sein. Allerdings haben AOK, Barmer und TK einen kassenspezifischen Mehrkostenverzicht vereinbart.

Für Filgrastim 30 Millionen I.E. zu 5 Fertigspritzen fallen für Neupogen von Amgen Mehrkosten in Höhe von etwa 283 Euro an. Dies ist dem neuen Festbetrag von 608,55 Euro geschuldet. Für die Präparate von Hexal, Ratiopharm und Pfizer sind es nur etwa 6 Euro – vorausgesetzt, die Hersteller senken nicht ab.

Die Erstattungsgrenze für Dafiro und Exforge mit Valsartan/Amlodipin 10/160 mg 98 Filmtabletten wurden auf 112,79 Euro festgesetzt. Aktuell liegen beide Altoriginale mit rund 12 Euro über dem Festbetrag.

Einen Festbetrag gibt es auch für das in Kürze generische Vocado (Berlin Chemie) und Sevikar (Daiichi Sankyo). Die Fixkombination aus Olmesartan und Amlodipin zu 20/5 mg hat einen Festbetrag von 102,76 Euro für 98 Filmtabletten. Die Differenz für die Originale beträgt 89 Cent. Zum 1. September werden Generika von 1A Pharma/Hexal gelistet.

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