Neue Hilfstaxe

ABDA mahnt: Ordentlich abrechnen! APOTHEKE ADHOC, 07.03.2018 12:49 Uhr

Berlin - Am 22. Januar hatte die Schiedsstelle unter Leitung von Dr. Rainer Hess die Honorare für Zyto-Apotheken erheblich gekürzt – um bis zu 200 Millionen Euro. Es wurden Abschläge von bis zu 83 Prozent auf die Wirkstoffpreise verordnet. Seitdem stöhnen die Zyto-Apotheken über die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Jetzt fordert die ABDA die herstellenden Apotheken auf, sich exakt an die neuen Regeln zu halten.

Zum 1. März 2018 habe ABDATA die nach der neuen Hilfstaxe gemäß Schiedsspruch geltenden Abrechnungspreise für Zubereitungen aus Fertigarzneimitteln in der Onkologie in der Software hinterlegt, heißt es in einem Schreiben an die Landesverbände und Kammern: „Ab diesem Zeitpunkt ist folglich zwingend auf Grundlage dieser derzeit gültigen Abrechnungspreise zu taxieren.“

Zwar habe der DAV Klage gegen den Schiedsspruch eingelegt und beantragt, die aufschiebende Wirkung der Klage anzuordnen. Bis zu einer entsprechenden Entscheidung des LSG Berlin-Brandenburg besteht jedoch keine Berechtigung zur Abrechnung nach den vor dem Schiedsspruch gültigen Hilfstaxepreisen. Auch für den Fall, dass das LSG dem Begehren des DAV „vollumfänglich“ entspreche, sei eine softwaregesteuerte Korrektur der Abrechnungen nur dann möglich, wenn die Apotheken zuvor nach einheitlichen Abrechnungskriterien taxiert hätten.

Auch eine Abrechnung zum tatsächlichen Einkaufspreis für den Fall, dass die Apotheke die nach der Hilfstaxe festgesetzten Abrechnungspreise im Einkauf nicht erzielen könne, sei nach der aktuellen Rechtslage nicht zulässig. „Zwar hatte der DAV sich in den Verhandlungen intensiv für eine entsprechende Auffangregelung eingesetzt, der Schiedsspruch sieht eine solche aber nicht vor“, so die Unterrichtung.

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