Zyto-Apotheker starten Vollkostenanalyse

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Berlin - Im Streit um die Hilfstaxe hat die DAV-Mitgliederversammlung beschlossen, vor einer Kündigung mit dem GKV-Spitzenverband über neue Preise zu verhandeln. Das reicht der kürzlich gegründeten Arbeitsgemeinschaft parenterale Zubereitungen (ARGE PareZu) nicht. Stattdessen müsse „konsequenterweise“ die Anlage 3 der Hilfstaxe gekündigt werden: „Das wiederum wird zwangsläufig zu Neuverhandlungen der Hilfstaxe führen.“

„Da auch eine Räumungsklage nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn der Mietvertrag gekündigt ist, sollte nun, nach Ansicht der ARGE PareZu, konsequenterweise die Hilfstaxe, Anlage 3, auch gekündigt werden“, so der in Bayern gegründete Zusammenschluss von Zyto-Apothekern. Die Verhandlungen müssten entsprechend vorbereitet werden.

Jenseits aller Verhandlungen über die Preise der Wirkstoffe müsse dabei datenbasiert auf eine ausreichende Vergütung der Arbeitsleistung der herstellenden Apotheken gedrängt werden. „Nur so kann deren Existenz, ganz im Sinne der Patienten, auch in Zukunft sichergestellt werden“, fordert die ARGE PareZu.

Der DAV brauche valide Daten, um eine neue Hilfstaxe verhandeln zu können. Deshalb habe sich die ARGE PareZu entschlossen, eine Vollkostenanalyse zur Ermittlung einer neuen Herstellpauschale durchzuführen. Alle Apotheken, die sich auf die Herstellung parenteraler Zubereitungen spezialisiert haben, seien aufgerufen, sich an einer Studie zu beteiligen.

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