Bluttest erkennt Demenz-Protein

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Berlin - Japanische Wissenschaftler haben in Zusammenarbeit mit australischen Kollegen einen Bluttest entwickelt, der einen hohen Amyloid-β-Gehalt im Gehirn identifiziert. Die im Fachjournal „Nature“ veröffentlichten Forschungsergebnisse könnten künftig bei der Suche nach Therapien helfen, die das Fortschreiten der Demenz stoppen.

Derzeit wird angenommen, dass Amyloid-β eine Schlüsselrolle bei der Krankheit spielt und entweder eine Demenz verursacht oder ein Symptom dafür sein kann. Bislang konnte das Protein im Gehirn nur mittels Positronen-Emissions-Tomographie oder Messung der Proteinkonzentration direkt in der Rückenmarksflüssigkeit identifiziert.

Forscher um Assistenzprofessor Dr. Katsuhiko Yanagisawa berichten nun von der Entwicklung eines Biomarkers, der hohe Konzentrationen des Amyloids erkennt. Einen solchen Test suchten Wissenschaftler weltweit seit 15 Jahren. Yanagisawa ist Mikrobiologe und forscht in Obu (Japan) zu neuen Therapieansätzen in der Behandlung der Demenz.

Um die Konzentration der verschiedenen Amyloid-β-Fragmente in Blutproben zu messen, nutzten die Forscher die beiden Methoden der Immunpräzipitation und Massenspektroskopie. Ihre Ergebnisse stimmten mit denen überein, die durch bildgebende Verfahren und die Analyse der Rückenmarksflüssigkeit in zwei getrennten Kohorten erzielt wurden. Bei diesen Untersuchungen nahmen 121 Menschen in Japan und 252 Menschen in Australien im Alter von 60 bis 90 Jahren teil. Einige der Studienteilnehmer waren gesund, einige zeigten eine leichte Beeinträchtigung ihrer kognitiven Fähigkeiten und einige litten an Alzheimer.

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