Neurowissenschaft

Ibuprofen gegen Alzheimer APOTHEKE ADHOC, 31.03.2018 09:31 Uhr

Berlin - Schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend sind die Eigenschaften, die Ibuprofen bislang zugesprochen wurden. Aus Vancouver kommt nun die frohe Botschaft: Ibuprofen könne gegen Alzheimer helfen. Zu diesem Ergebnis kam ein Forscherteam um den Neurowissenschaftler Dr. Patrick McGeer. Die Ergebnisse wurden im „Journal of Alzheimer's Disease“ veröffentlicht.

Die Studienergebnisse der Neurowissenschaftler legen nahe, dass die tägliche Einnahme des nicht-steroidalen Antirheumatikums (NSAR) Alzheimer verhindern könne. Somit könnte das freiverkäufliche Ibuprofen die Entstehung der Krankheit verhindern, an der etwa 47 Millionen Menschen erkrankt sind.

McGeer hatte bereits 2016 einen Speicheltest entwickelt, der nicht nur Alzheimer diagnostizieren, sondern die Erkrankung auch vorhersagen kann. Der Test basiert auf der Messung der Konzentration des Amyloid-Beta-Proteins 42 (Abeta42) im Speichel. Die Produktion des Peptids ist bei den meisten Menschen – unabhängig vom Geschlecht – identisch. Ist diese jedoch um das Zwei- bis Dreifache gesteigert, ist das Risiko für Alzheimer erhöht. Denn: Abeta42 kann sich Im Gehirn ablagern und Neuroinflammationen hervorrufen und so die Neurone zerstören.

Entgegen aller Vermutungen, Abeta 42 werde nur im Gehirn gebildet, konnten die Forscher belegen, das das Peptid in allen Organen hergestellt und über den Speichel ausgeschieden wird. Nur ein Teelöffel Speichel genüge, um das Risiko für Alzheimer vorherzusagen. Mediziner hätten dann die Möglichkeit, frühzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen – wie die Einnahme von Ibuprofen.

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