Schmerzmittel-Ausgaben: 437 Millionen Euro im Jahr

, Uhr

Berlin - 27 Prozent der Deutschen haben chronische Rücken- oder Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen oder Migräne. Heute ist der 7. „Aktionstag gegen den Schmerz“. Die Deutsche Schmerzgesellschaft kritisiert eine mangelnde Versorgung der Schmerzpatienten.

Die Versorgungsqualität und -effizienz muss erhöht werden: „Unser vom G-BA-Innovationsfonds gefördertes Projekt PAIN 2020 lotet hier neue Wege aus und stärkt ein interdisziplinäres und multimodales Konzept, um bei Patienten eine Chronifizierung der Beschwerden zu verhindern und ihnen eine geeignete Therapie zu bieten“, sagt Professor Dr. Hans-Raimund Casser, Präsidiumsmitglied der Schmerzgesellschaft.

Die 437 Millionen Euro beziehen sich alleine auf die Verkaufszahlen freiverkäuflicher Schmerzmittel. „Schmerzen zu behandeln, ist oft schwierig und erfordert Spezialisten, die möglichst berufs- und fächerübergreifend mit anderen Experten zusammenarbeiten“, erklärt Casser. „Diese Erkenntnis muss noch viel stärker in den Behandlungsalltag eingebracht werden.“

Deshalb hat er sich beim Innovationsfonds mit dem Projekt PAIN 2020 beworben. PAIN steht für „Patientenorientiert. Abgestuft. Interdisziplinär. Netzwerk.“ Das Projekt wird bundesweit gemeinsam mit der Barmer und über 30 Kooperationspartnern durchgeführt. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Gesamtvolumen von rund sieben Millionen Euro. Das Projekt soll Wege aufzeigen, die Versorgung von Patienten, die ein hohes Risiko für die Entwicklung chronischer Schmerzen haben, zu verbessern.

„Ein Ziel ist also auch, unnötige Chronifizierungsverläufe zu verhindern, von denen wir wissen, dass sie eine immense Belastung für die Patienten darstellen“, so Casser.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Weiteres
Drei Wochen abgeschaltet
Facebook erlaubt Vagisan wieder»
Familienpackung für die Hausapotheke
Nasic kommt im Doppelpack»
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»