Cannabis: 2900 Anträge in neun Monaten

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Berlin - Rund elf Monate sind seit der Novellierung des Cannabis-Gesetzes vergangen, seitdem können Ärzte Medizinalhanf zulasten der Krankenkassen verordnen. Die Barmer zieht Bilanz: Anträge zur Kostenübernahme wurden mehrheitlich positiv entschieden.

Vom März bis November 2017 sind nach eigenen Angaben fast 2900 Anträge auf Cannabis-haltige Arzneimittel der Barmer eingegangen. „Rund 1730 Anträge wurden bewilligt, knapp 1130 abgelehnt“, teilt die Krankenkasse mit.

Im Juni, Juli, August und September des vergangenen Jahres verzeichnete die Barmer bundesweit jeweils mehr als 400 Anträge. Danach sieht die Kasse eine „leichte Konsolidierung“. Aus Nordrhein-Westfalen und Bayern stammte jeweils rund ein Fünftel aller Anträge.

Wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) für die Begutachtung der Anträge herangezogen wird, hat die Krankenkasse fünf Wochen Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Bei anderen Fällen ist die Dauer auf drei Wochen begrenzt. Lediglich bei palliativmedizinisch versorgten Patienten muss die Versicherung innerhalb von drei Tagen eine Aussage treffen. Bei der Barmer bewertete der MDK im der genannten Zeitraum etwa zwei Drittel der Anträge.

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