Cannabis-Preise: Änderung der Hilfstaxe nicht in Sicht

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Berlin -

Die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken führte im vergangenem Jahr zu einer Preisdebatte. Kritisiert wurden die exorbitanten Aufschläge der Apotheken, die sich aus der Hilfstaxe ergeben. Eine Änderung ist derzeit nicht in Sicht.

Cannabisblüten kosten seit der Gesetzesänderung mehr als vorher. Denn die Apotheker müssen die üblichen Zuschläge berechnen, das verdoppelt den Preis für die Kassen. Der Rezepturaufschlag beträgt 100 Prozent, wenn die Cannabis-Blüten vom Apotheker geprüft und an den Patienten weiter gegeben werden. Werden die Cannabis-Blüten beispielsweise zu Tee verarbeitet, beträgt der Aufschlag 90 Prozent. Hinzu kommen weitere Kosten, die im Rahmen einer Rezeptur anfallen.

Wie die ABDA auf Nachfrage mitteilt, gibt es keinerlei Dissenz darüber, dass Cannabisblüten Rezepturarzneimittel sind und vor Abgabe nach anerkannten pharmazeutischen Regeln zubereitet werden müssen. Darüber sei man sich mit Bundesgesundheitsministerium (BMG), GKV-Spitzenverband und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) einig.

Entsprechend müssten die Zubereitungen nach § 4 oder § 5 Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) abgerechnet werden. Die Details zu den Preisen für die Ausgangsstoffe werden in der Hilfstaxe geregelt; hier hatten Deutsche Apothekerverband (DAV) und GKV-Spitzenverband zuletzt verhandelt. Gespräche wurden nach Angaben eines ABDA-Sprechers im Dezember geführt, aber „bislang ohne Ergebnis“. Ein weiteres Treffen sei derzeit noch nicht geplant.

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