Testzentrum in ehemaliger Apotheke

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Berlin - Zwei Jahre stand die Rosen-Apotheke in Bad Hersfeld leer. Nach dem Tod des Inhabers wurde sie von Apothekerin Saskia Hildwein übernommen. Doch der Schnitt der Räumlichkeiten schränkte Konzepte für eine Wiedereröffnung ein. Als Testzentrum eignet sich der „schlauchartige“ Aufbau der Immobilie samt Hinterausgang dagegen bestens.

Die Rosen-Apotheke wurde 1975 gegründet. 2017 verstarb der Inhaber und der Betrieb wurde ein Jahr verwaltet. Die Nachfolgersuche verlief schwierig – Hildwein sprang ein und übernahm. Die Apothekerin war dort selbst als Pharmaziestudentin tätig, bevor sie die City-Apotheke gründete, die rund 50 Meter entfernt liegt.

Hildwein entschloss sich im Mai 2018, die Filiale zu schließen und die Mitarbeiter zu übernehmen. Zwischenzeitlich wurde dort ein Sanitätshaus betrieben. „Wir hatten verschiedene Ideen mit der Apotheke, die sich wegen der Räume aber nur schwer verwirklichen ließen“, sagt Daniel Hildwein, Sohn der Inhaberin. Das Problem sei der „schlauchartige“ Schnitt.

Dieser eignet sich jedoch gut für ein Testzentrum. Da die Apotheke über einen Hinterausgang verfüge, habe man die optimale Einbahnstraße, so Hildwein. „Da kann sich keiner begegnen.“ Zudem könne man gut lüften. Getestet wird bereits seit November – zunächst durch Ärzte. Ende Dezember übernahm die Apotheke für Selbstzahler. Jetzt werden auch kostenlose Bürgertests angeboten. Pro Stunde können 40 Kunden auf Sars-Cov-2 untersucht werden. Auch Firmen fährt die City-Apotheke an, um Mitarbeiter zu testen.

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